In Marburg überfahrener Wolf stammt aus der Lausitz

Radfahrer entdeckt toten Wolf am Straßenrand

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Der Wolf wurde in Marburg überfahren.

Marburg - Ein bei Marburg überfahrener Wolf ist aus Ostdeutschland nach Hessen eingewandert. Seine Eltern seien zwar nicht eindeutig genetisch zu identifizieren, berichtete die hessische Wolfsbeauftragte Susanne Jokisch in Gießen. Sie stammten aber aus der Lausitz.

Es sei anzunehmen, dass der Wolf von der Lausitz nach Hessen gelaufen sei. Ein Radfahrer hatte das Tier Anfang Mai tot an einer Straße bei Marburg in Mittelhessen entdeckt. Danach untersuchten Experten den Vierbeiner. Ob es sich bei ihm um den Wolf handelt, der Anfang März in Nordhessen in eine Fotofalle getappt war, ist unklar. "Das wissen wir nicht, und es wird offen bleiben", sagte Jokisch. Denn von dem Wolf gebe es zwar ein Foto, aber keine Genspuren. Bereits im vergangenen Jahr waren in Hessen zwei Wölfe an Straßen verendet. Ein Tier lag tot an der Autobahn 66 bei Bad Soden-Salmüster (Main-Kinzig-Kreis), ein anderes am Preungesheimer Dreieck in Frankfurt. Der Straßenverkehr gehört Naturschützern zufolge zu den größten Gefahren für Wölfe.

Bilder: Die am stärksten bedrohten Arten

dpa

Quelle: op-online.de

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