Unwetter über Hessen:

„MyZeil“ in Frankfurt evakuiert, Flug der Eintracht gestrichen

+

Frankfurt/Wiesbaden - Vollgelaufene Keller und abgesagte Flüge - sogar die Bundesliga-Mannschaft von Eintracht Frankfurt ist von dem Unwetter betroffen.

Starke Regenfälle und Gewitter haben am Freitagnachmittag in Hessen zu Überschwemmungen, Flugausfällen und Evakuierungen geführt. Am Flughafen Frankfurt wurden rund 60 Flüge gestrichen, es kam zu Verspätungen und Flugumleitungen. Betroffen war auch die Mannschaft von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt, die erst mit zwei Stunden Verspätung zum letzten Saisonspiel nach Bremen starten konnte. Bei der Frankfurter Feuerwehr gingen mehrere Notrufe ein. Meist ging es dabei um überschwemmte Keller. Am Frankfurter Hauptbahnhof wurde ein Querbahnsteig überflutet. Nach Angaben der Deutschen Bahn konnte das Gleis jedoch schnell abgesperrt und das Wasser abgepumpt werden.

Die Einkaufsgalerie "MyZeil" wurde evakuiert. "Ursache ist der immense Niederschlag", teilte die Polizei über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Ansonsten verlief das Unwetter in Frankfurt recht glimpflich. Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen von Polizei und Feuerwehr nicht. Die Temperatur in Frankfurt fiel innerhalb einer Stunde um sieben Grad, in Wiesbaden innerhalb von zwei Stunden sogar um acht Grad. Dort ging am Nachmittag neben schweren Regenfällen auch ein kurzer, aber heftiger Hagelschauer nieder. Kanäle, die mit Laub und Blüten verstopft waren, liefen über. Bis zum Nachmittag waren laut Feuerwehr 60 Einsätze gemeldet.

Betroffen war aber auch der Schlosspark im Stadtteil Biebrich, wo derzeit das traditionelle Pfingstreitturnier stattfindet. Ein Wettbewerb musste deshalb unterbrochen werden, ein weiterer wurde auf Samstag verschoben. Regenwasser lief zudem in einen der Ställe, den die Feuerwehr mit Sandsäcken abdichten musste. Wegen des Unwetters wurde auch der Flug von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt zum wichtigen Abstiegskampf-Endspiel bei Werder Bremen zunächst gestrichen, dann aber am frühen Abend doch noch nachgeholt. Die Spieler hatten das Gate am Flughafen bereits verlassen und der Verein mögliche andere Reisewege nach Bremen geprüft. "Uns kann auch kein Gewitter stoppen", twitterte der Verein, nachdem zumindest der Abflug gesichert war.

Archivbilder:

dpa

Quelle: op-online.de

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion