Rechtliche Schritte werden geprüft

VW-Skandal: Hessen verliert knapp vier Millionen Euro

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Wiesbaden - Der Abgasskandal bei Volkswagen hat Hessen einen Verlust von 3,9 Millionen Euro beschert. Ob das Land wie Bayern rechtliche Schritte gegen den Autokonzern einleiten werde, werde noch geprüft, berichtete das Finanzministerium in Wiesbaden.

Grund des Verlusts sei die Veräußerung von VW-Aktien nach Bekanntwerden des Skandals. Die Papiere hatten zwischenzeitlich mehr als 40 Prozent an Wert verloren. Die Aktien seien Teil des Anlagepakets für die Versorgungsrücklage des Landes gewesen, berichtete das Finanzministerium. Rund 2,2 Prozent des Aktienanteils seien betroffen gewesen. Mit der Verwaltung sei die Deutsche Bundesbank betraut. Diese habe nach Bekanntwerden der Manipulationsvorwürfe die Aktien unverzüglich verkauft.

Auch dem bayerischen Pensionsfonds sind Aktienkurs-Verluste entstanden, wie Finanzminister Markus Söder (CSU) am Dienstag gesagt hatte. Bayern ist das erste Bundesland, das eine Klage angekündigt hat. Der Schaden für Bayern liegt nicht einmal im Millionenbereich. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig prüft noch, ob VW Mitteilungspflichten verletzt hat und ermittelt wegen möglicher Marktmanipulation gegen Ex-VW-Boss Martin Winterkorn und den amtierenden VW-Markenchef Herbert Diess. (dpa)

Quelle: op-online.de

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