Fast jeder siebte Hesse über 65 Jahren betroffen

Warnung vor Risiko-Wirkstoffen

+

Frankfurt - Fast jeder siebte Hesse über 65 hat im vergangenen Jahr mindestens ein Medikament verschrieben bekommen, das insbesondere bei älteren Patienten stärkere Nebenwirkungen hervorrufen kann. Das zeigt eine Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK).

Es handelt sich dabei um 83 Arzneimittelwirkstoffe. Studien haben gezeigt, dass diese Medikamente unter anderem zu einem erhöhten Sturzrisiko führen können. Darunter fallen zum Beispiel Mittel gegen Bluthochdruck, Depressionen und Schmerzen. „Die Mittel sind daher nur eingeschränkt zu empfehlen und sollten nur nach einer genauen Nutzen-Risiko-Bewertung vom Arzt verordnet werden“, sagt Dr. Barbara Voß, Leiterin der TK-Landesvertretung. Senioren sind besonders anfällig für Neben- und Wechselwirkungen von Arzneien. Ihre Organe arbeiten nicht mehr so schnell, Wirkstoffe können nicht so gut aufgenommen beziehungsweise abgebaut werden. Mögliche Folgen: Schwindel, Sturzgefahr, Nierenschäden oder Magenblutungen. Ab 1. Oktober dieses Jahres haben Patienten, die drei oder mehr Arzneimittel einnehmen, ein Recht auf einen Medikationsplan. Solche Daten gehören aus Sicht der TK künftig zwingend in eine elektronische Patientenakte. Liste der problematischen Wirkstoffe: http://priscus.net/download/PRISCUS-Liste_PRISCUS-TP3_2011.pdf.

Studie: Jeder Vierte nimmt viele Pillen zugleich

mic

Quelle: op-online.de

Kommentare