Wenige Stunden nach Massenkarambolage

An gleicher Stelle: Erneut tödlicher Verkehrsunfall auf A6

+
Bild von der Unfallstelle auf der A6.

Viernheim/Darmstadt - Gefährliches Dreiländereck: Innerhalb weniger Stunden verursachen Lastwagen an der gleichen Stelle auf der A6 nahe einer Baustelle zwei tödliche Unfälle. Warum, ist noch völlig unklar.

Nur Stunden nach einer Massenkarambolage mit zwei Toten hat sich auf der A6 bei Mannheim an der gleichen Stelle ein weiterer tödlicher Unfall ereignet. Dabei kam am Dienstagmorgen ein 55 Jahre alter Lastwagenfahrer aus Darmstadt ums Leben, wie die Polizei mitteilte. Er war auf Höhe der Anschlussstelle Mannheim-Sandhofen an einem Stauende vor einer Baustelle auf einen anderen Lkw aufgefahren und starb noch an der Unfallstelle. Dabei wurden der zweite Lastwagen sowie vier Autos teilweise schwer beschädigt, zwei weitere Menschen wurden leicht verletzt. Zudem beschädigten umherfliegende Trümmerteile einen Wagen auf der Gegenfahrbahn, wie ein Polizeisprecher in Darmstadt sagte.

Warum der Lastwagen an der Stelle im Dreiländereck von Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz in den Stau rauschte, war zunächst noch völlig unklar. Die Autobahn verläuft dort eben und gerade. Die A6 sollte in Fahrtrichtung Ludwigshafen noch mindestens bis zum Mittag voll gesperrt bleiben. Auf der Gegenfahrbahn kam es während der Aufnahme des Unfalls zu einem weiteren Crash mit vier beteiligten Autos, bei dem vier Personen leichte Blessuren erlitten. Die Autobahnpolizei Südhessen war für den Unfall zuständig, obwohl dieser auf baden-württembergischem Gebiet geschah. Die Grenzen der Zuständigkeiten der Autobahnpolizeien seien nicht identisch mit den Ländergrenzen, sondern reichten bis zu bestimmten Anschlussstellen - in diesem Fall Mannheim-Sandhofen, wie der Polizeisprecher in Darmstadt erklärte.

Gefahrgut-Lastwagen kommt von Autobahn ab

Am gleichen Ort auf der A6 war es am Montagnachmittag zu einer Massenkarambolage gekommen, bei der zwei Menschen getötet wurden. Bei den Toten handelte es sich um einen 51 Jahre alten Pkw-Beifahrer aus dem Saarpfalz-Kreis sowie einen Autofahrer, dessen Identität noch nicht eindeutig geklärt war. 14 Menschen wurden verletzt, neun davon schwer. Einige von ihnen mussten mit Rettungshubschraubern in nahegelegene Krankenhäuser geflogen werden. Nach ersten Erkenntnissen war der Unfall am Montag ebenfalls durch einen Lkw-Fahrer verursacht worden, der auf ein Stauende aufgefahren war. Elf Fahrzeuge waren an diesem Unfall beteiligt, davon fünf Lastwagen und sechs Pkw. Die Autobahn war wegen Bergungs- und Rettungsarbeiten bis Mitternacht voll gesperrt. Der Verkehr staute sich mehrere Kilometer weit. Die Polizei bezifferte den Sachschaden am Dienstagmorgen in einer ersten Schätzung auf rund 185.000 Euro.

dpa

Quelle: op-online.de

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion