Abischerz an der Bachgauschule

Die Lehrer stehen vor Gericht

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Franziska Helmert war eine der Lehrerinnen, die sich vor Gericht verantworten mussten.

Babenhausen - Die mündlichen Prüfungen sind nun abgeschlossen und mit ihnen endet für die Abiturienten der Bachgauschule die Schulzeit. Dies ist ein Grund zu feiern, und zwar nicht erst bei der offiziellen Abiturfeier.

Der Abischerz an der Bachgauschule hat Tradition und wird von den jüngeren Schülern herbeigesehnt. Denn dann heißt es: Spaß haben und kein Unterricht! Die Lehrkräfte dagegen würden lieber unterrichten, müssen sie sich doch auf einiges gefasst machen. In diesem Jahr holten die Abiturienten die Schüler und ihre Lehrer als SWAT-Einheiten und mit Sturmkappen verkleidet aus den Klassenzimmern. Da getraute sich keiner, zurückzubleiben oder sich zu verstecken. Auf dem Schulhof mussten sich die Lehrkräfte in Reih und Glied vor ein (Abiturienten-)Gericht setzen und sich ihre Vergehen vorhalten lassen, um schließlich die gerechte Strafe entgegenzunehmen. Und da hatten sich die strengen Richter manch Seltsames einfallen lassen. So musste die Lehrerin Franziska Helmert ihren Lieblingssong trällern, wobei sie für ihre Darbietung von „Atemlos“ durch einen Schüler unterstützt wurde.

Auch die Schulleiterin, Christina Martini-Appel, holte sich gekonnte Unterstützung aus der Schülerschaft, als sie einen Tanz vorführte. Im sportlichen Wettstreit gegeneinander antreten mussten die Mathematiklehrer der Bachgauschule. Sie bewiesen bei ihrer Strafe, dass sie nicht nur was im Kopf, sondern auch in den Muskeln haben. Sie mussten nämlich innerhalb einer Minute möglichst viele Liegestützen machen. Der Wettstreit ging annähernd unentschieden aus, mit ihrer Leistung hätten die drei Lehrer aber sicher viele Schüler geschlagen.

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Weiter ging es mit Geschichten erzählen und Gedichte vortragen und immer hatte die „Strafe“ einen Bezug zum Fach oder zu einer Aufgabe der Lehrkraft. Richtig warm wurde es den Lehrkräften bei der abgewandelten „Reise nach Jerusalem“. Tatkräftig unterstützt von den Zuschauern erspielten sie sich Schlüssel, Handyhüllen, Klopapier und sogar T-Shirts und Boxershorts. Dabei waren die letzten Aufgaben kaum zu lösen, aber die Schüler scheuten sich nicht, Kleidungsstücke auszuziehen, um damit ihrer Lehrkraft zum Sieg zu verhelfen. Nach zwei unterhaltsamen und kurzweiligen „Unterrichtsstunden der besonderen Art“ ging es zurück in die Klassenzimmer, nicht zur Freude aller Beteiligten. Aber schließlich möchten die jüngeren Schüler das haben, was die aktuellen Abiturienten sich bereits erarbeiteten: das Abi-Zeugnis der Bachgauschule. (st)

Quelle: op-online.de

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