Ausflug der Freiwilligen Feuerwehr Babenhausen

Wanderung mit den Kameraden

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Traditionsgemäß wanderte die Freiwillige Feuerwehr Babenhausen am vierten Advent.

Babenhausen - Die Wanderung der Freiwilligen Feuerwehr Babenhausen am 4. Advent hat eine jahrzehntelange Tradition. Also ist sie Kult. Rund 40 Teilnehmer haben sich gestern auf den Weg nach Stockstadt gemacht, darunter eine Handvoll Kinder. Auch zwei Hunde freuten sich auf die zehn Kilometer lange (Gassigeh-) Strecke.

Um 12.30 Uhr herrscht vor dem Feuerwehrstützpunkt große Gelassenheit. Bürgermeister Achim Knoke (SPD) schaut mit seinem E-Bike vorbei, plaudert mit einigen Teilnehmern, wird aber selbst nicht teilnehmen. „Wir warten noch eine Viertelstunde, dann machen wir erst einmal ein Gruppenfoto“, erklärt Bernd Pöschl, als Vorsitzender des ausrichtenden Feuerwehrvereins sozusagen der „Leithammel“ des Tages, denn er kennt die Route genau.

„Wir gehen von hier über die Potsdamer Straße und dann durch die Lachewiesen nach Harreshausen. Auf dem Oberwölzer Platz werden noch einige Kameraden dazu kommen, dann geht es weiter auf dem Stockstädter Weg bis zur Papiermühle, dort ist ein Stopp geplant, mit Glühwein und mit Punsch für die Kinder. Und wenn sie brav mitgelaufen sind, kommt auch der Weihnachtsmann. Dann gehen wir weiter über die Grenze nach Stockstadt und kehren im Gasthaus Waldblick ein. Von dort wird uns am Abend ein Bus nach Babenhausen zurückbringen.“

Die Viertelstunde des Zuwartens ist verstrichen, die Gruppe der Wanderer nicht sichtlich größer geworden. Man wartet noch auf die Kinder, die ihre erste Geocaching-Station auf dem Gelände des Feuerwehrstützpunkts haben und von Jugendfeuerwehrwart Thomas Olscinski die Eingabe von Koordinaten ins Wanderer-Navi erklärt bekommen.

Geocaching mit acht Stationen

Es dauert aber nicht mehr lange, bis Pöschl sich an die Spitze der Gruppe setzt. „Wir machen das seit über 30 Jahren“, erklärt er. „Das muss einfach sein. Mit dabei sind stets Freunde und Gönner der Feuerwehr, die Helfer von Altstadt- und Sommernachtsfest, Mitglieder von Jugendfeuerwehr, Einsatz- sowie Alters- und Ehrenabteilung.“

Nach einigen hundert Metern durchs Neubaugebiet ist die offene Landschaft erreicht. Olscinski ist als Jugendfeuerwehrwart fürs Geocaching zuständig. „Wir haben insgesamt acht Stationen vorbereitet“, sagt er. „Ich selbst bin als Kind auch schon mitgelaufen, es ist einfach eine Traditionsveranstaltung.“ „Da wird die Kameradschaft etwas gestärkt“, sagt Manfred Beck, inzwischen Mitglied der Alters- und Ehrenabteilung, „man kommt an die frische Luft und lernt auch neue Leute kennen.“ „Ich bin mit dabei, seit ich mit einem Mann zusammen bin, also seit 24 Jahren“, sagt Michaela Geißler. „Es ist schön, mir würde was fehlen, wenn es das nicht gäbe.“

„Das“ ist auch immer Gelegenheit zum Austausch. Es wird geplaudert und nicht allzu schnell gelaufen, und es gibt immer wieder Verzögerungen, auch durchs Geocaching, das zwei Gruppen spaltet, die noch vor Harreshausen am Bahndamm zusammengeführt werden müssen.

Pöschls Zeitplan gerät so etwas aus den Fugen, aber am Ende erreichen die Wanderer noch mit letztem Tageslicht und trockenen Hauptes das Ziel in Stockstadt. Was will man mehr?

hol

Quelle: op-online.de

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