„Sportpark überflüssig“

CDU für Entwicklung eines Geländes, das nur Schulsport dient

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Entwicklung des Sportgeländes nur für die Schulen, bei Bedarf Entwicklung der Lachewiesen 5 – so die Überlegung der CDU.

Babenhausen - Die Kassen sind leer, ein Sportzentrum, das auch Vereine und Bürger nutzen könnten, käme zu teuer. Deshalb setzt sich die CDU für eine andere Lösung ein. Von Stefan Scharkopf 

Das war mal der – grob skizzierte – Plan: Die Stadt kauft auf den Ackerflächen östlich von Joachim-Schumann- sowie Eduard-Flanagan-Schule 8 000 bis 12.000 Quadrameter Land auf, ergänzt damit einige hundert, sich schon in städtischem Besitz befindende Quadratmeter und lässt den Landkreis als Schulträger dort anschließend einen Sportplatz mit umgebender Laufbahn errichten, den die Babenhäuser Schüler sowie zu anderen Tageszeiten auch einige Vereine der Stadt nutzen dürfen. Problem unter anderem: Die Stadt will höchstens 30 Euro pro Quadratmeter für die Ackerfläche ausgeben – aus Sicht von Grundstücksbesitzern viel zu wenig.

Seither ist nicht mehr viel passiert. „Es wird Zeit, dass das Hin und Her zum geplanten Schulsportgelände ein Ende findet. Schon Jahre wird gefordert, geschrieben, verhandelt. Bis heute wurden noch immer keine Fakten geschaffen“, teilt Friedel Sahm, CDU-Fraktionschef, nun in einer Stellungnahme mit. Die Union will sich jetzt dafür einsetzen, ein bezahlbares Schulsportgelände zu entwickeln – „unter einer fairen Behandlung aller Sportvereine in Babenhausen“.

Die Vereine in allen Stadtteilen leisteten mit ihren Angeboten und ihren vor Ort vorhandenen Turnhallen und Vereinsheimen einen wichtigen Beitrag zum sozialen Leben, zur Gesundheitsvorsorge und zu einer lebendigen Gemeinschaft. Deren Arbeit müsse daher gestärkt werden. In dem CDU-Antrag an das Stadtparlament wird denn auch betont, dass die Vereine weiterhin die uneingeschränkte Unterstützung erhalten müssten.

Vor diesem Hintergrund hält die Union die Entwicklung eines zentralen Sportparks für überflüssig und für finanzierbar schon gar nicht: „Eine derart große Investition an zentraler Stelle schwächt den Haushalt der Stadt und damit zwangsläufig die Vereinsarbeit Babenhausens und aller Stadtteile“, so Sahm.

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Die CDU favorisiert eine andere, sozusagen die kleine Lösung: Der Landkreis als Schulträger plant entsprechend den schulischen Anforderungen die erforderliche Grundfläche. Die Stadt stellt diese dem Kreis nach Vorliegen einer Änderung des Flächennutzungsplanes zur Verfügung. Die Kosten für die Herstellung und die Ausstattung des Schulsportgeländes werden vom Kreis getragen. Die Stadt muss ihren Haushalt nicht zusätzlich belasten, denn einzig und allein der Schulträger sei für die Schaffung von Schulsportgelände zuständig.

Sollten darauf auch Bürger Sport treiben, bedeute dies automatisch eine Belastung des städtischen Etats. Das Sportgelände würde dann eben nur für die Schulen zur Verfügung stehen. Bei der Vielzahl der Vereine in Kernstadt und den Ortsteilen brauche die Stadt nicht noch zusätzliche Sportgelände zu errichten, die auch dauerhaft Pflege- und Wartungskosten nach sich zögen.

Die benachbarten Grundstücke sollten dann nach den Überlegungen der Union nicht dem Sportpark zugeschlagen werden, sondern Bauerwartungsland bleiben und bei Bedarf als Lachewiese 5 entwickelt und vorzugsweise Babenhäuser Bürgern mit Kindern kostengünstiger angeboten werden. Die Grundstücksbesitzer sollten auch nicht schlechter gestellt werden als jene aus den benachbarten Baugebieten Lachewiese 1 und 2. Der CDU-Antrag soll in der nächsten Sitzung im Parlament auf der Tagesordnung stehen.

Quelle: op-online.de

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