Arbeiten auf dem ehemaligen Feuerwehrgelände

Ärztehaus nein, Sozialstation sicher

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 Auf dem ehemaligen Feuerwehrgelände geht es voran. Bauarbeiter errichten die ersten zwei von vier Häusern.

Babenhausen - Die Arbeiten auf dem ehemaligen Feuerwehrgelände liegen im Zeitplan. Ein Gesundheitszentrum wird es nicht geben, aber ein bis zwei Praxen sind möglich. Von Stefan Scharkopf 

 Auch beim derzeitigen miesen Wetter wird auf dem ehemaligen Feuerwehrgelände kräftig angepackt. Nachdem es zu Beginn bei der Gründung Verzögerungen gegeben hatte, läuft jetzt alles im Zeitplan. Bauarbeiter ziehen auf dem hinteren Teil des Geländes zwei Wohnhäuser mit 21 Eigentumswohnungen hoch. Stehen diese, geht es an die Bebauung des vorderen Teils mit ebenfalls zwei Häusern. Die Wohnungen sind altengerecht, schwellenlos, haben etwas größere Bäder und die Flure sind ein bisschen breiter. Die ersten Nutzer sollen Endes des Jahres einziehen können.

Bauträger ist die Aschaffenburger May-Gruppe. Wie Geschäftsführer Jürgen Baumstark auf Anfrage unserer Zeitung sagte, sind 50 Prozent der Wohnungen bereits verkauft; zumeist an Eigennutzer. Aber auch Kapitalanleger, die vermieten und womöglich zu einem späteren Zeitpunkt selber einziehen möchten, haben Interesse.

Wohnen hinten, Gewerbe vorne

Während der hintere Bereich für Wohnen vorgesehen ist, ist für das vordere, an der Straße liegende Areal auch an Gewerbe gedacht. Es war der Wunsch von Kommunalpolitikern, auf dem Gelände ein Ärztehaus zu gründen. In dieser Dimension wird dies wohl nichts, wie Jürgen Baumstark erläutert. „Man soll ja niemals nie sagen, aber ein regelrechtes Zentrum wird es wohl kaum geben. Wir haben auch Gespräche mit dem Marburger Bund geführt, der der Ansicht war, dass sich das so nicht verwirklichen lässt. Dass Babenhausen Ärzte braucht ist unbestritten, aber für ein regelrechtes Ärztehaus reicht eben die Peripherie der Stadt nicht.“ Dennoch führe der Bauträger derzeit Gespräche mit Ärzten, so dass es vielleicht ein oder zwei Praxen geben könnte.

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Sicher ist dagegen der Umzug der Sozialstation, die am alten Standort an der Frankfurter Straße aus allen Nähten platzt. Dazu kommen noch elf weitere Wohnungen. Platz ist zudem noch für Gewerbe.

Für jede Wohnung ist ein Parkplatz vorgesehen, für den gewerblichen Teil sind es natürlich mehr.

Nach dem Umzug der Feuerwehr 1991 an die Bouxwiller Straße, wurde das Areal als Parkplatz genutzt. 2001 gab es einen Architektenwettbewerb, den die Stadtverordneten auslobten. Der Siegerentwurf sah schon damals ein Ärztehaus, Wohnungen und den Sitz der Sozialstation für das Gelände vor. Nachdem kein Investor an Land gezogen werden konnte, wurden die Pläne erst mal auf Eis gelegt.

Nachdem sich nun in der jüngeren Vergangenheit zwei Interessenten für das Gelände fanden, hatte sich das Stadtparlament für den Investor May entschieden, dessen Planungen relativ nah an dem im Jahr 2001 favorisierten Entwurf lagen.

Die wichtigsten Notruf-Nummern

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Quelle: op-online.de

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