FDP lobt junge Union

FDP fordert bessere Politikkultur

Babenhausen - Die Liberalen in Babenhausen begrüßen die Kritik des CDU-Nachwuchses am Umgangston in der Stadtverordnetenversammlung. Die FDP schätzt vor allem die Objektivität der jungen Politiker.  

Die FDP findet das gut, stellt sich aber die Frage, warum der Wunsch nach guter politischer Zusammenarbeit laut Parteiinformationsbroschüre „Schwarz auf Weiß“ erst an zehnter und damit letzter Stelle des Wunschzettels stehe, so der FDP-Spitzenkandidat Manfred Willand. Genau auf diesen Punkt, die Verbesserung der politischen Zusammenarbeit, lege auch der Ortsverband der FDP bei den Kommunalwahlen ein starkes Gewicht – mithin ein Schwerpunktthema. „In jedem Grundseminar für Konflikt- oder Problemlösungen wird gelehrt: Probleme können nur dann erfolgreich gelöst werden, wenn man miteinander spricht. Aber genau das Miteinander-sprechen wird im Stadtparlament und in den politischen Ausschüssen schon seit Jahren nicht mehr gepflegt. Ganz im Gegenteil. Anschreien, niedermachen, beleidigen, etc. sollten der Vergangenheit angehören“, meint Willand.

Ein gutes Klima in den Gremien, ein respektvoller Umgang mit politisch Andersdenkenden, das seien Themen, mit denen sich die Liberalen um die Gunst der Wählerstimmen bewerben. In Anbetracht der überaus großen Probleme der Stadt sei ein künftiges Umdenken aller Parlamentarier von existentieller Bedeutung. Sollte sich diese Szenario wider Erwarten nach der Kommunalwahl für weitere fünf Jahre fortsetzen, könne sich jeder Bürger selbst ausmalen, wie Babenhausen im Vergleich zu anderen umliegenden Gemeinden dastehe, so Manfred Willand.

Ticker zur Kommunalwahl in Babenhausen

Das insgesamt verjüngte Wahlteam des FDP-Ortsverbandes möchte als Garant und Vorreiter einer neuen politischen Kultur stehen. Die Bevölkerung habe das Gezanke und Gezeter satt und wünsche sich ein Vorankommen der Stadt. Die Babenhäuser Liberalen favorisierten auf keinen Fall eine „Einheitspartei“. Die Parteienlandschaft soll bunt, vielfältig, demokratisch und mit vielen unterschiedlichen Gedanken und Facetten ausgestattet sein, aber alle sollten das Wort „Kompromiss“ in ihrem Wortschatz haben und verantwortungsvoll damit umgehen können. (st)

Quelle: op-online.de

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