Babenhausen muss im Frühjahr keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen

Null Zuweisungen im ersten Quartal

Darmstadt-Dieburg/Babenhausen - Die 23 Städte und Gemeinden im Landkreis haben gemeinsam mit Landrat Klaus Peter Schellhaas bei einer außerordentlichen Bürgermeister-Dienstversammlung „den Willen zur solidarischen Zusammenarbeit bei den Herausforderungen, die sich bei der Unterbringung von Flüchtlingen stellen“, bekräftigt.

Den Bürgermeistern wurden nach ihrer Kreisversammlung und nach entsprechendem Beschluss des Kreisausschusses am gestrigen Dienstag die neuen Zuweisungszahlen innerhalb der Regelzuweisung für das erste Quartal des laufenden Jahres bekanntgemacht: Babenhausen hat – Stand 31. Dezember 2015 – 135 Schutzsuchende zugewiesen bekommen und muss im ersten Quartal 2016 keine weiteren mehr aufnehmen. Schellhaas hatte kürzlich gegenüber unserer Zeitung davon gesprochen, dass Babenhausen auch weiterhin Regelflüchtlinge aufnehmen müsse, obwohl die Kaserne Erstaufnahmeeinrichtung ist. Zumindest im ersten Quartal ist das nun nicht nötig.

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„Die Unterbringung von Schutzsuchenden in unseren 23 Städten und Gemeinden ist eine große Herausforderung und bleibt eine besondere Kraftanstrengung, die wir nur gemeinsam bewältigen können“, erklärte Schellhaas nach der Besprechung mit den Bürgermeistern. Der Landrat hatte nochmal auf die voraussichtlich zu erwartende Zahl von 1590 innerhalb der wöchentlichen Regelzuweisungen aufzunehmenden Flüchtlinge sowie 58 aufzunehmende minderjährige unbegleitete Ausländer (umA) im ersten Quartal des laufenden Jahres hingewiesen. Im laufenden Jahr hat der Landkreis im Rahmen der wöchentlichen Regelzuweisungen im Januar bislang 392 Menschen aufgenommen, für diese Woche sind 57 Flüchtlinge angekündigt.

Der Landrat erneuerte mit Blick auf die Regelzuweisungen sein Angebot an die Kreiskommunen, durch die Einrichtung einer temporären Gemeinschaftsunterkunft in Pfungstadt für die kommenden Monate einen Puffer zu schaffen, um die Unterbringung der Regelzuweisungen sicherzustellen und die Kommunen damit zu entlasten. Bis voraussichtlich in das Frühjahr haben die 23 Kommunen dadurch Zeit gewonnen, dem Kreis Grundstücke und Liegenschaften anzubieten, wo Möglichkeiten für die Unterbringung von regelhaft zugewiesenen Flüchtlingen vor Ort geschaffen werden können.

Fotos: Bürgerversammlung zum Thema Flüchtlinge

st

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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