Joachim-Schumann-Schule: 40 Firmen machen mit

Projekttage zur Vorbereitung der Job-Info-Börse

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Stadtjugendpfleger Michael Spiehl und Klassenlehrer Ben Braun geben einer Schülerin Tipps für ihre Berufsvorstellung.

Babenhausen - An zwei Tagen konkretisieren Schüler ihre Berufswünsche und wählen Angebote von Betrieben aus – alles vor dem Hintergrund der 18. Job-Info-Börse am 4. März. Von Stefan Scharkopf 

Alina hat schon recht konkrete Vorstellungen davon, was sie später mal werden will: „Hebamme“, kommt es wie aus der Pistole geschossen. Die 15-Jährige hat bereits ein freiwilliges Praktikum bei einer Babenhäuser Hebamme absolviert und war von dem Beruf sofort überzeugt. Sie war bei Geburtsvorbereitungskursen und Hausbesuchen bei Müttern dabei. Und wenn es mit diesem Beruf nicht klappt? „Dann will ich mein Fach-Abi machen. Polizistin zu werden, kann ich mir auch vorstellen.“ So konkrete Angaben wie Alina können nicht alle Schüler machen.

Bei den beiden Projekttagen zur Berufsvorbereitung in der Offenen Schule lernten die Schüler jetzt die unterschiedlichsten Berufe kennen. Damit bereiteten sie sich auf die Job-Info-Börse am 4. März vor. „Schüler denken, sie haben ja noch viel Zeit“, sagte Michael Spiehl von der städtischen Kinder- und Jugendförderung, die diese Woche gemeinsam mit der Schulsozialarbeit (Barbara Meuer, Susanne John und Marcel Weber) und einigen Lehrern für die acht Klassen der neunten Stufe zwei Projekttage anbot. „Das trifft nicht zuletzt auf alle diejenigen zu, die eine Oberstufe besuchen wollen. Die drei Jahre vergehen wie im Flug, und die Schüler haben am Schluss immer noch keine Vorstellung davon, was sie beruflich machen wollen.“ Allerdings gibt es an der OSB nach der Rückkehr zur Integrierten Gesamtschule mit der Arbeitslehre Orientierungsmöglichkeiten.

Seit 1999 hilft die Job-Info-Börse als gemeinsame Großveranstaltung der Stadt und der Schule den Schülern der neunten Klassen und den Abgängern der Eduard-Flanagan-Schule, sich über Berufe zu informieren und sich zu orientieren.

„Wir wollen die Schüler mit dem Projekttag auf die Job-Info-Börse möglichst gut vorbereiten und aufklären, was das überhaupt ist und wie dieser Tag abläuft. Im Vorfeld können die Schüler Berufe, die bei der Börse vertreten sind, auswählen“, erklärte Michael Spiehl.

Einstieg in die beiden Projekttage waren die Darstellung von Schlüsselqualifikationen. Was heißt eigentlich Teamfähigkeit? Was bedeutet Verbindlichkeit und was erwartet die Firma eigentlich von mir?

Mit Hilfe der Liste der 40 teilnehmenden Betriebe und weiterführenden Schulen erforschen die Neuntklässler beim Projekttag im Anschluss einzelne Berufe, die sie bei der Job-Info-Börse dann kennenlernen können. Jeder Schüler stellt zwei Berufe seiner Wahl mit Hilfe von Broschüren oder Internetrecherche auf einem Plakat dar. Informationen über den nötigen Schulabschluss, die Dauer der Ausbildung, was man genau macht und wie viel man verdient, sind darauf zu finden.

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Das Spektrum ist durchaus breit: Plakate über den Ergotherapeuten sind ebenso zu sehen wie über den Bierbrauer, den Chemielaboranten oder den Bundespolizisten. Aber auch Berufe, für die man das Abi und eine Hochschulstudium braucht, sind aufgeführt.

„Wichtig bei den Fragen, die die Schüler stellen, sind nicht nur die immer wiederkehrenden nach Ausbildungsdauer, Inhalt und Gehalt“, sagt Spiehl. „Wer sich beispielsweise für den Beruf des Pflegers interessiert, muss sich auch mit Schichtdienst, möglichen Infektionen oder körperlichen und seelischen Anforderungen auseinandersetzen. Da muss man auch mal um die Ecke denken.“

Alles Fragen, die die Schüler den Profis der Firmen am 4. März stellen können. So wird bei einigen sicher das Berufsbild klarer, andere werden sich womöglich Alternativen überlegen müssen.

Quelle: op-online.de

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