Riesiges Programm für Senioren

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Viel geboten wurde beim städtischen Seniorennachmittag in Sickenhofen. Die Einradfahrer des TV Babenhausen gehörten zum zehn Punkte umfassenden Programm.  

Sickenhofen - Fleißige Helfer sorgen beim Nachmittag für Senioren viel Spaß und Unterhaltung. Von Michael Just 

Fleißige Helfer haben oft eines gemeinsam: ihre Bescheidenheit.Als am Samstagnachmittag Sickenhofens Ortsvorsteher Friedel Sahm versuchte, die „guten Geister“ beim städtischen Seniorennachmittag in Sickenhofen mal kurz in den Mittelpunkt zu stellen, kamen die nur sehr zögerlich aus der Küche. „Unterstützen tun sie gerne. Nur hier rausgehen fällt ihnen schwer“, stellte Sahm schmunzelnd fest. Kurz darauf klappte es aber doch noch, dass er Bettina Jäger, Hanna Pimpl, Andreas Heid, Manfred Mix, Carmen Scheuermann, Ingrid Gunkelmann und Hanna Cordier ein kleines Dankeschön übergeben konnte.

Bei den städtischen Seniorennachmittagen in allen Stadtteilen sind jeweils alle Bürger über 65 Jahre aufgerufen, einen gemütlichen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen zu verbringen.

In Sickenhofen wurden dafür rund 130 Bürger angeschrieben. Etwa 80 folgten der Einladung in die Friedel-Wiesinger-Halle, was eine sehr gute Zahl darstellt. Darunter waren auch Senioren, die nicht mehr gut laufen können oder andere gesundheitliche Probleme haben. „Wenn diese, wie unser Ehrenortsvorsteher Helmut Mahr, trotzdem kommen, dann freut uns das ganz besonders“, sagte Sahm.

Auftritt an Auftritt

Für den Nachmittag hatte der Ortsbeirat ein riesiges Programm aus der Taufe gehoben, das Auftritt an Auftritt bot. „Bei unseren Anfragen erhalten wir von den Vereinen dafür nie ein Nein“, erklärte der Ortsvorsteher. Den Anfang machte eine Kindergruppe der Bachwiesenschule, die sang und Instrumente spielte. Danach erhoben die Mitglieder des Gesangvereins Bruderkette 1911 ihre Stimmen, bevor die Kleinkinder des TV 1909 als brave Schäfchen mächtig Elan zeigten.

Die jungen Einradfahrer des TV Babenhausen schauten ebenfalls vorbei, bevor es beim Vortrag von Gerda Curella und anschließend dem Laientheater SILT was zu lachen. Die Gruppe Starlets des lokalen Karnevalverein setzte tanzend einen rasanten Schlusspunkt. Zum Ausklang durften sich die Senioren noch über ein Abendessen freuen. „Früher gab es belegte Brötchen, bis man sich Würstchen wünschte“, weiß Friedel Sahm.

Gute Versorgung der Senioren

Magistratsmitglied Manfred Willand übernahm die Begrüßung für die Stadt. Wie er heraushob, setze sich die Politik in Babenhausen parteiübergreifend für eine gute Versorgung der Senioren ein. Dafür spreche etwa die Sozialstation, die K+S Seniorenresidenz, das Gesundheitskonzept der Stadt oder das geplante Gesundheitszentrum in Hergershausen. Für die Weihnachtszeit rief er auf, beim Frieden in der Familie, oder im Umgang mit den Mitmenschen Vorbild für die Welt zu sein. Für die evangelische und katholische Kirche waren Pfarrerin Elke Becker sowie Ferdinand Winter gekommen. In ihre Worte hatten sie viel Nachdenkliches, aber auch Ermutigendes gepackt. Elke Becker beschäftigte sich mit dem Thema Engel. Ihre Kernaussage: Gott ist da und mittels helfender Engel darf jeder im Leben Mut fassen und sich etwas zutrauen.

Ferdinand Winter erzählte von einem Strafgefangenen, der kurz vor Weihnachten entlassen wurde und ein einsames Fest vor sich zu haben schien. Das änderte sich, als er im Fenster eines Hauses ein Licht entdeckte. In der Folge fand er in dem Haus eine Anlaufstation und musste Weihnachten nicht alleine verbringen. „Die Geschichte fragt uns, wie wir mit den Heimatlosen und Verzweifelten umgehen. Manchmal braucht es nur sehr wenig, um zu helfen“, konstatierte der Pfarrer.

Quelle: op-online.de

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