Recyclinghof-Gebühren werden angepasst

Stadt spart bei Pflege der Grünflächen

Babenhausen - Über Grünschnitt und -pflege haben die Stadtverordneten in ihren jüngsten Sitzungen diskutiert. Es ging um Kosteneinsparungen. Von Norman Körtge

Wer bislang seinen im Garten anfallenden Grünschnitt zum Recyclinghof am Langenbrücker Weg karrte, der musste nur dann was zahlen, wenn er mehr als eine Pkw-Ladung dort entsorgen wollte. Für einen Anhänger voll mit Ästen und Laub waren 2,50 Euro vor Ort fällig, wer mit einen Lieferwagen ankam musste 7,50 Euro entrichten. Diese Preisstaffelung – von kostenlos bis 7,50 Euro – wird allerdings schon bald anders aussehen. In seltener Einstimmigkeit, zumindest wenn es um Sparbeschlüsse geht, beschlossen die Stadtverordneten, dass die Gebührensatzung so angepasst werden soll, dass die Grünschnittannahme kostendeckend für die Stadt wird.

CDU und Freie Wähler (FWB) hatten in ihrem gemeinsamen Antrag aufgeführt, dass die Stadt für den Abtransport und die Verwertung von privatem Grünschnitt jährlich etwa 23 .000 Euro bezahlt. Dem gegenüber stehen Einnahmen von lediglich zirka 3 000 Euro. Ergänzt worden war der CDU-FWB-Antrag durch die FDP. Demnach sollen auch die Gebühren für andere Abfallgüter – wie zum Beispiel Altreifen und Windeln – überprüft und angepasst werden.

Herrschte beim privaten Grünschnitt noch große Einigkeit, teilte sich beim Thema Grünflächenpflege die Stadtverordnetenversammlung wieder in zwei Lager. Die Mehrheit aus CDU und FWB auf der einen, SPD und Grüne auf der anderen Seite. Und die FDP stimmte erst gar nicht mit ab. Nicht ausreichendes Zahlenmaterial führte FDP-Fraktionsvorsitzender Manfred Willand als Grund an.

Auf 120. 000 Euro bezifferten CDU und FWB das Einsparvolumen, wenn die Mitarbeiter des Bauhofs die Grünflächenpflege in der Stadt auf ein Minimum reduzieren. Bedeutet, dass auf Ästhetik und Gestaltung keine Rücksicht mehr genommen werden soll. „Grünflächenpflege wird grundsätzlich nur noch dort ausgeführt, wo es sicherheitsrelevante Aspekte erfordern“, heißt es im Antrag. Dies betreffe etwa Kreuzungsbereiche, Entwässerungsmulden oder die Baumpflege. Dass in diesem Bereich Geld gespart werden könne, ist auch der SPD bewusst, wie Fraktionsvorsitzender Peter Roth erläuterte. Allerdings seien die 120 .000 Euro nicht machbar. „Schreiben Sie ein Einsparvolumen 45.000 Euro in den Antrag oder streichen es ganz. Dann stimmen wir dafür“, versuchte er einen Kompromiss zu erzielen. Vergebens.

Quelle: op-online.de

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