Infopfad mit 21 ausgewählten Bäumen

Seltene Hölzer säumen den Weg

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Revierförster Lothar Seipp im Babenhäuser Stadtwald am Ober-Röder Weg neben dem Bergahorn, dem Baum des Jahres 2009.

Babenhausen - Bekannte und seltene Jungbäume säumen den Öber-Röder Weg im Babenhäuser Stadtwald. Im Frühjahr 2013 begann die Revierförsterei Babenhausen dort, nördlich von Sickenhofen, Tafeln aufzustellen, die Wissenswertes über die jeweiligen „Bäume des Jahres“ erzählen. Von Walter Kutscher 

Die Initiative dazu wurde von den Mitarbeitern des Forstamtes Dieburg ins Leben gerufen und der Babenhäuser Revierförster Lothar Seipp setzte die Idee in die Tat um. Es mussten die Tafeln mit den Bildern des jeweiligen Baumes, seiner Blüten, Früchte, Rinde und Blätter und verständlich gehaltenen Texten zu Größe, Alter und weiteren Einzelheiten bestellt werden. Am Beispiel der weniger bekannten Elsbeere (Baum des Jahres 2011) kann der Leser erfahren, dass dieser Baum zu den wärmeliebenden Pflanzen gehört, bis 30 Meter hoch und über 200 Jahre alt werden kann und das Holz im Möbelbau Verwendung findet.

Entlang des Ober-Röder-Wegs informieren 21 Tafeln über die dort wachsende Bäume des Jahres. (Bild vergrößern)

Die Besonderheit ist, dass passend zu jeder Informationstafel der entsprechende Setzling gepflanzt wird. Diese wurden bei verschiedenen Baumschulen besorgt und gemeinsam mit Forstwirt Erwin Keimp setzte der Revierförster vor rund anderthalb Jahren die ersten Bäumchen. Um gegen den Verbiss von Wildtieren geschützt zu werden, sind die Pflanzen mit einem Drahtgeflecht umgeben. Wie Lothar Seipp erzählt, wurde bei den Pflanzmaßnahmen darauf geachtet, dass der Abstand zum Weg, zu den Nachbarbäumen und zu Holzabfuhrgassen rund sechs Meter betrug, damit die jungen Pflanzen genügend Platz und Licht haben, um sich zu entwickeln und zu wachsen.

Zurzeit sind 21 verschiedene Jungbäume und die dazugehörigen Informationstafeln aufgestellt. Dazu zählen bekannte Arten wie Esche, Weißtanne, Birke oder Kiefer und die selteneren wie Stieleiche, Bergahorn oder Winterlinde. Auch über Obstbäume, wie die Wildbirne oder den Speierling, der als Wildgehölz eine der seltensten Baumarten Deutschlands ist, kann man sich informieren. Der Baum des Jahres 2014 – die Traubeneiche – wird gepflanzt, sobald der Setzling zur Verfügung steht und die Witterung im kommenden Frühjahr dies zulässt. Ebenso soll mit dem Feldahorn (Baum des Jahres 2015) verfahren werden. Auch Schulklassen hat Förster Lothar Seipp schon an den Ober-Röder Weg geführt und wenn die Kinder dabei Glück haben, sehen sie auch mal Rehwild, das neben den Wildschweinen in den Wäldern um Babenhausen noch häufig vorkommt.

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Quelle: op-online.de

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