Kreis und evangelische Kirche ziehen an einem Strang

Ja zum Grundstückstausch für Kita

Babenhausen - Liegen Anmeldungen vor, eröffnet die evangelische Kita eine dritte Gruppe. Derweil segnete die Stadtverordnetenversammlung einen Grundstückstausch für deren Neubau ab.

In Sachen Kinderbetreuung tut sich was in der Stadt. Nach einer Bestandsaufnahme gibt es in Babenhausen neun Kindertagesstätten mit aktuell 635 Plätzen. Acht der Kitas (560 Plätze) werden vom Arbeiter-Samariter-Bund betrieben, eine von der evangelischen Kirchengemeinde (75 Plätze). Darüber hinaus gibt es neun Kindertagespflegepersonen, die 37 Betreuungsplätze zur Verfügung stellen. Die evangelische Kita ist zum Jahresbeginn mit ihrer bestehenden Gruppe in das Sophie-Kehl-Haus umgezogen. Zum 1. März wurde die zweite Gruppe eröffnet; die dritte Gruppe soll bald beginnen, wenn entsprechende Anmeldungen. Für diese Kita ist ein Neubau geplant, der auf einem neu zu bildenden Baugrundstück errichtet werden soll. Ein Teil des Grundstücks gehört dem Kreis Darmstadt-Dieburg. Dieser ist bereit, die betreffende Fläche gegen ein vergleichbares Areal zu tauschen, das wiederum in kirchlichem Besitz ist. Die Stadtverordnetenversammlung hat dem Tausch in der jüngsten Sitzung zugestimmt. Demnach soll die Kita auf einem neu zu bildenden Baugrundstück errichtet werden. Die Planung dafür soll unverzüglich anlaufen. Die erforderlichen Abstimmungen zur Neuordnung des Areals mit dem Kreis und der Kirchenverwaltung werden parallel fortgeführt. Die Entscheidung fiel im Stadtparlament einstimmig.

In der Kita Danziger Straße beginnen derzeit bereits die Vorbereitungen für einen Anbau, der Platz für eine weitere Ü3-Gruppe schaffen soll, wie aus dem Rathaus heißt. Laut Bauzeitenplan werden nun die Rohbauarbeiten erledigt. Im Spätsommer sollen die neuen Plätze zur Verfügung stehen. Der ASB befindet sich momentan im Platzvergabeprozess für die Babenhäuser Kitas. Der reguläre Schulantritt der ältesten Kita-Kinder führt dazu, dass bis hinein in die Krippen wieder Platzkapazitäten entstehen. Die „erste Welle“ an Zusagen sind dieser Tage versendet worden. Damit ist die Vergabe aber noch nicht abgeschlossen. Nachdem die nun angeschriebenen Eltern reagiert haben, werden im nächsten Schritt die nicht angenommenen Plätze vergeben. Kürzlich gab es ein von der Stadt ins Leben gerufenes Trägertreffen. Teilgenommen haben Vertreter des ASB, der evangelischen Kita und des „Pflegenests“. Das Ziel dieses Treffens bestand darin, sich auszutauschen und übergeordnete Themen wie Gesetzesänderungen, Neuerungen im Landkreis und vieles mehr zu besprechen. Besprochen wurde unter anderem, dass die Träger der Kitas die Platzvergabe künftig zeitlich miteinander abstimmen. So können Anmeldungen abgeglichen und über Einzelfälle beraten werden. Das Treffen endete mit dem Schulterschluss, im Miteinander die größten Erfolge für die Kinderbetreuung zu erzielen. (st)

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Quelle: op-online.de

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