„Einfacher als gedacht“

Bachgauschule: Gutes Gefühl nach Mathe-Abi

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Große Erleichterung bei den Abiturienten der Bachgauschule: Die schriftliche Abschlussprüfung im Fach Mathematik ist vorbei. Für einige Schüler ruft schon jetzt die große Freiheit, andere müssen nächste Woche noch einmal Gelerntes aufs Blatt bringen.

Babenhausen - Kaum ein Fach scheint bei Abiturienten für mehr Schweißperlen auf der Stirn zu sorgen als Mathematik. An der Bachgauschule war die Erleichterung denkbar groß, als alle Prüflinge ihre Abschlussklausuren abgeben hatten. Doch so schlimm war’s dieses Jahr gar nicht, sagen Lehrer und Schüler rückblickend. Von Katrin Muhl

Sektkorken knallen und Gläser klirren vor der Bachgauschule. „Auf ein Ende“, brüllt ein Abiturient, der mit der Abgabe seiner Mathematikklausur vom schlimmsten Prüfungsstress befreit ist. In ganz Hessen sind am Mittwoch rund 19.000 der insgesamt etwa 26.000 Abiturienten zur schriftlichen Prüfung angetreten, um ihr Können in Analysis, Geometrie und Stochastik unter Beweis zu stellen. „Das Mathe-Abitur ist für die Schüler immer eine riesen Hürde“, weiß Schulleiterin Anja Krapp. Umso größer sei die Erleichterung gewesen, nachdem die 66 Schüler im Grundkurs ihre Klausuren um 12.45 Uhr abgegeben hatten und die zwölf Mathe-Asse im Leistungskurs eine Stunde später den Stift fallen ließen. Los ging es um 9 Uhr in der Aula. Über drei Prüfungsvorschläge gebeugt, wählten 78 Köpfe das für sie geringere Übel aus, ab 9.45 Uhr lief die Bearbeitungszeit.

Krapp und Mathe-Lehrer Matthias Braun bewerteten die Aufgaben, die vom Hessischen Kultusministerium gestellt wurden, im Rückblick als angemessen. Obwohl er die Klausuren kurz nach Prüfungsende unmöglich richtig durchgesehen haben konnte, ist sich Braun zu diesem Zeitpunkt bereits sicher: „Meine Schüler haben ihre Sache gut gemacht, sie waren optimal vorbereitet.“ Die gut gelaunten Prüflinge gaben der Einschätzung der Lehrer Recht. „Es herrschte keine Weltuntergangsstimmung hinterher“, berichtete Krapp.

„Anfangs war ich sehr aufgeregt, aber das schöne Licht in der Aula wirkte irgendwie beruhigend, sodass ich mich bald gefühlt habe, als würde ich eine ganz normale Klausur schreiben“, erzählte Hannah Hummel, die mit ihren Freundinnen Linda Mittmann und Sophie Mineif auf das Ende der Prüfungsphase anstieß. Für alle drei seien die Aufgaben schließlich „einfacher gewesen als gedacht“.

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Für die Schüler bot der Mittwochnachmittag die erste Gelegenheit „zum Durchschnaufen“ im Prüfungstrubel, sagte Krapp, an deren Schule erst nächste Woche wieder Abschlussklausuren geschrieben werden. „Manche Schüler haben das schriftliche Abitur aber schon jetzt hinter sich.“ Sie dürfen die neu gewonnene Freiheit bereits in vollen Zügen auskosten, andere werden über das Wochenende pauken, weil sie ab Montag nochmal ran müssen.

Quelle: op-online.de

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