Große Hallen mit Fans gefüllt

Backroots blicken auf 35 rockige Band-Jahre zurück

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Das Cover der ersten Backroots-Platte von 1987 ziert dieses Foto der Babenhäuser Band. Zu sehen ist die alte Besetzung mit Hansel Billing und Robby Schäfer (hinten von links) sowie Charlie Baier, Rolf Plaueln und Uwe Heinold (vorne von links).

Babenhausen - Seit 35 Jahren begeistert die Band Backroots ihre Fans mit Rock und Blues vom Feinsten. Der Geburtstag wird am kommenden Samstag, 12. November, ab 20 Uhr im Jugendcafé im Keller der Stadthalle mit musikalischer Unterstützung einiger „Oldstars“ gefeiert. Von Petra Grimm 

„Wir spielen dann etwa 100 Meter Luftlinie von dem Ort entfernt, an dem die Backroots gegründet wurden, nämlich dem Bierbrunnen in Babenhausen“, so Hansel Billing, der die bluesige Stimme der Band ist, die 1981 von Charlie Baier und Uwe Heinold gegründet wurde. Von den Gründungsmitgliedern ist inzwischen keiner mehr dabei. In den ersten Jahren hat die Besetzung immer mal gewechselt. Inzwischen spielt der harte Kern, der neben Hansel Billing aus Rolf Plaueln (Gitarre), Achim Farr (Saxophon und Harp), Udo Kistner (Bass) und Henning Doms (Klavier und Keyboard) besteht, aber seit fast 20 Jahren zusammen. „Schlagzeuger Anselm Wild ist seit drei Jahren wieder dabei. Er hat früher schon mal bei den Backroots gespielt“, sagt Rolf Plaueln, der mit Billing seit vielen Jahren auch als Duo „Backroots Two“ auf der Bühne steht. Bei den Backroots sind die beiden 1986 eingestiegen. Auf dem Cover der ersten Platte aus dem Jahr 1987 mit dem Titel „Leben Live“ sind sie gemeinsam mit den beiden Bandgründern und Robby Schäfer zu sehen.

Plaueln und Billing texten und komponieren auch gemeinsam die eigenen Stücke der Band. „Das ist echtes Teamwork“, sagt Plaueln, der neben den Backroots noch in sechs anderen Gruppen spielt und seit zehn Jahren in seinem Wohnhaus in Harreshausen eine Gitarrenschule betreibt. Seine wichtigste Band seien aber die Backroots, die wie viele Gruppen in den Achtzigern mit eigenen deutschsprachigen Liedern aufgetreten sind. „Wir hatten immer eine Mischung aus Rock-Interpretationen der siebziger Jahren und eigenen Sachen. In den Neunzigern hat die Besetzung der Band gewechselt und wir haben eigentlich nur noch englische Texte geschrieben“, erzählt Plaueln. Der 50-Jährige hat vor allem die achtziger Jahre gut in Erinnerung. „Damals waren die Amerikaner noch da, da hatten wir bei unseren Auftritten immer volles Haus. Wir haben gemeinsam mit anderen Bands bei Konzerten große Hallen mit 600 bis 800 Leuten gefüllt, haben bei bekannten Festivals gespielt“, so der Vollblutmusiker, der seine Wurzeln auch in der Jazzmusik hat. Als Vorstandsmitglied feierte Rolf Plaueln mit seinen Mitstreitern in Offenbach gerade 25 Jahre Jazz e.V. mit einer Gala.

So wirkt Musik auf unseren Körper

In den neunziger Jahren lief es für die Backroots mit ihrer handgemachten Rockmusik schlechter. Elektronische Musik war angesagt. „Als der Technozug startete war es schwerer für uns und auch viele Clubbesitzer“, erzählt Plaueln. Seit etwa zehn Jahren sei Live-Musik für die Leute wieder interessanter. Die Backroots werden vor allem in Clubs und für kleinere Bühnen gebucht. So wird auch der Auftritt im Jugendcafé von dieser besonderen Atmosphäre und dem beinahe privaten Rahmen leben. Die alten und neuen Fans werden gemeinsam auf eine Zeitreise gehen können, sowohl mit Blick auf die Besetzung als auch auf die Songs. „Für das Jubiläumskonzert haben wir auch Gründungsmitglieder eingeladen“, lässt Billing durchblicken. Im ersten Set spielt die aktuelle Band-Besetzung und im zweiten die „Oldstars“ der Anfangsjahre. Zum Abschluss wird eine Session das Jugendcafé, Bürgermeister-Rühl-Straße 6, rocken. Eintrittskarten zum Preis von zehn Euro sind an der Abendkasse erhältlich.

Quelle: op-online.de

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