Biber besucht die Stadt

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Unser Leser Kurt Schäfer hat jetzt Spuren des Nagers am Ohlebach unmittelbar hinter der Volksbank fotografieren können.

Babenhausen - „Castor fiber“ ist weiter auf dem Vormarsch. Der Biber hat sich inzwischen im gesamten Flusslauf der Gersprenz im Landkreis Darmstadt-Dieburg ausgebreitet und ist dabei, auch langsam die Nebenflüsse zu erobern. Von Stefan Scharkopf 

Die ersten Hinweise auf das zurückgekehrte Nagetier gab es 2008 in den Hergershäuser Wiesen. Ein Jahr gab es dort ein Pärchen, das auch zwei Junge zur Welt brachte. Durch das Vordringen des Bibers kann es vereinzelt zu Schäden kommen. Sowohl eine Drahthose zur Sicherung von angenagten Bäumen als auch die Absperrung kleiner Bereiche (zum Beispiel wenn eine kleine Biberhöhlung einbricht) sind schon mehrfach als Sicherungsmaßnahmen erfolgt, wie die Untere Naturschutzbehörde auf Anfrage unserer Zeitung sagt. Die Schäden sind bisher aber gering.

Begehungen der Gersprenz finden regelmäßig in Form der Bachschauen des Wasserverbandes statt. Weiterhin geht die Untere Naturschutzbehörde Hinweisen auf neue Biberstellen nach, auch um mögliche Schäden gering zu halten. Wie der Biber in unsere Region gekommen ist, steht nicht zweifelsfrei fest. Möglich ist, dass die Tiere aus Bayern den Main hochmarschiert sind und dann an die Gersprenz gelangten. Dafür spricht, dass im Bayrischen, so heißt es von den Natürschützern, der Biber doch häufiger anzutreffen ist.

Biber und andere Tiere

Biber und andere Tiere

Quelle: op-online.de

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