Gemeinsames Basteln der Jugendförderung

Zu Bienen gesellen sich Seesterne

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Summ, summ, summ – ein Mobile wurde beim letzten Spielplatzprojekt im Erloch gebastelt.

Babenhausen - Die Jugendförderung bietet seit fünf Jahren Projekte im Quartier Erloch an, eines davon ist gemeinsames Basteln.  Von Michael Just 

„Du brauchst noch einen Pinsel“, stellt Monika Varga aufmerksam am suchenden Blick eines Kindes fest. Der kleine Junge daneben hat schon einen, weshalb sie ihn anleitet, schwarze Streifen auf das Ei zu malen und danach noch Flügel zu basteln.

Das passt, schließlich soll eine Biene entstehen. Im Verbund mit Käfern, Schmetterlingen, Seesternen und Enten ergibt alles ein Mobile. Bei den Ästen aus der Natur, an denen die Fäden platziert werden, können die Kinder entscheiden, ob sie die mit oder ohne Blätter verarbeiten wollen. Beim jüngsten Termin des Spielplatzprojekts im Erloch hat die Kinder- und Jugendförderung (KiJuFö) die Freiluftsaison eröffnet. Seit mittlerweile fünf Jahren nimmt sie sich des Quartiers besonders an.

Basteln und Spielen im Sonnenschein

Erste Aktion war 2010 eine Umfrage des Jugendforums Im Erloch, in der Elisabethenstraße, Marienstraße, im Erlochweg und in der Luisenstraße. Wohnsituation, Freizeitgestaltung, Kultur, Integration/Beratung/Information, Verkehr/Mobilität/Infrastruktur und Betreuung waren die Themen. Daraus entstanden etliche Angebote. Wie etwa das Spielplatzprojekt.

Bei frühlingshaften Temperaturen und viel Sonne wurde jetzt gebastelt und gespielt. Zu Beginn kommt JuFö-Mitarbeiterin Petra Sieg schwerbeladen mit einer riesigen Kiste auf das Gelände in der Luisenstraße. Darin ist all das verstaut, was bei Kindern für Kurzweil sorgt. Grundlage für die Bienen und Käfer des Mobile sind hohle Ostereier. Die sind gekauft und vom Hersteller recht einfach bedruckt. Das macht nichts, denn sie dienen lediglich den Kindern als Grundlage, um daraus Neues entstehen zu lassen.

Schmetterlinge und Enten aus Schaumstoff

Das zeigt sich als gar nicht so einfach: Von der Eiform und dem vergangenen Osterfest beeinflusst, bringen die Kinder Verzierungen an, die weniger Insektenkörpern als vielmehr einer erneuten Osterbemalung gleichen. Leichter fallen da die Schmetterlinge und Enten aus Schaumstoff, deren Form schon vorliegt. Hier muss lediglich noch Farbe aufgetragen werden.

Zunächst scharen sich zehn Kinder um den Tisch und die Bastelmaterialien. Monika Varga und Petra Sieg wissen, dass die Zahl während der Veranstaltung meist noch rapide anwächst.

Poolparty zum Abschluss der Ferienspiele

Poolparty zum Abschluss der Ferienspiele

Der Grund: „Andere Kinder auf dem Spielplatz und solche, die am Zaun vorbeilaufen, sehen uns. Dann werden sie neugierig, kommen her und und machen mit“, erzählt das Betreuer-Duo. So steigt die Teilnehmerzahl, erst recht bei gutem Wetter, auf 20 bis 30 an. Da die festinstallierte Bank auf dem Spielplatz dann nicht mehr für alle ausreicht, wird einfach eine Bankgarnitur angebaut. Im Winter und bei schlechtem Wetter weicht das Spielplatzprojekt, mit seinen jährlich rund zehn Terminen, in die Räumlichkeiten des Sophie-Kehl-Heims aus. Dann ist es schwieriger, dass die Gruppe zufällig gesehen wird.

In diesen Fällen hofft man, dass die Ankündigungen bei Facebook, die Aushänge im Erloch, die verteilten Flyer, unter anderem an der Grundschule, sowie die „Mund-zu-Mund-Propaganda“ von JuFö-Mitarbeiter Ahmed Ögretmen, der im Erloch wohnt, ihr Ziel nicht verfehlen. Bei der Faschingsveranstaltung war das so: Mit über 30 Kindern erlebte die im Februar eine unbeschreibliche Resonanz.

Quelle: op-online.de

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