Sonja Fischer und Dieter Hartmann stellen ihre Arbeiten aus

Bilder entstehen ohne Vorgaben und Richtlinien

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Viele Arbeiten von Dieter Hartmann entstehen durch Spachtelpasten in verschiedenen Konsistenzen.

Babenhausen - Abstraktes im Rathaus: Seit Mitte Oktober sind dort Bilder von Sonja Fischer und Dieter Hartmann zu sehen. Hartmann, geboren 1946, wohnt in Mainhausen und malt seit 2006. Seine Bilder strahlen auf Grund der Strukturen und harmonischen Farbgebung.

Sie sollen das Vorstellungsvermögen anregen. Vor Beginn eines Kunstwerkes hat er nur eine grobe Vorstellung, wie das Bild aussehen soll. Die abstrakten Strukturen ergeben sich dann während der Arbeit – ohne Richtlinie oder Vorlage.

Die Kunstwerke entstehen durch Spachtelpasten in verschiedenen Konsistenzen, in die Hartmann Steinchen einarbeitet. In den einzelnen Arbeiten werden spezielle Strukturen erzeugt, in dem die Spachtelpaste durch unterschiedliche Techniken mehrfach aufgetragen wird. Dies kann in wässrig verlaufender oder konzentrierter Form erfolgen.

Hartmann legt bei den sich ergebenden Motiven hauptsächlich Wert auf plastische Höhen und Tiefen. Bei seitlichem Lichteinfall entsteht auf dem Kunstwerk eine Schattenbildung, dies wirkt hierdurch plastisch und teilweise ergeben sich weitere, neuartige Strukturen. Wegen der Abstraktheit der Motive können die Bilder im Hoch- und im Querformat betrachtet werden. Neue Sichtweisen ergeben sich dadurch von selbst.

In einer Serie arbeitet der Künstler Alufolien ein, die gestaucht eine besondere scharfkantige und hochplastische Darstellung ermöglichen. Diese Techniken hat sich Hartmann durch experimentelle Studien selbst angeeignet. Er ist weiterhin auf der Suche nach neuen Wegen und Techniken.

Sonja Fischer, geboren 1973, lebt und arbeitet in Schaafheim. Sie agiert als freie Malerin und Kunstassistentin für Menschen mit Behinderung. Ihre experimentelle Malerei, in die auch Fundstücke pflanzlicher, tierischer und mineralischer Herkunft einfließen, dokumentiert sie fotografisch. Neben der klassischen Leinwand werden auch Keramik, Glas und Spiegel bearbeitet.

Fischer hat eines von 100 Brückenteilen der Stiftung Davin für ein inklusives Darmstadt gestaltet, beteiligt sich aktiv bei der Kunstinitiative BehindArt, mit der sie auch ihre erste inklusive Präsentation im August 2015 im Darmstadtium hatte. Beide Künstler stellen auch am 7. und 8. November bei den Babenhäuser Kunst- und Kulturtagen in der Stadthalle aus.

Dieses Mal hat sich der Fachbereich VI, Standortentwicklung und E-Government, der unter anderem auch für den Bereich Kunst und Kultur in Babenhausen zuständig ist, etwas Neues einfallen lassen: Es gibt keine Vernissage für die Ausstellung, sondern eine Finissage. Der genaue Termin hierfür wird noch bekannt gegeben. Die Ausstellung ist bis 4. Februar im Rathaus zu den Öffnungszeiten zu sehen. (st)

Quelle: op-online.de

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