20.000 Blumenzwiebeln eingepflanzt

Bussarde, Raben und Falken schauen zu

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Aktion durch viele Spenden möglich Fleißige Hände, wärmende Handschuhe, wetterfeste Kleidung und Pflanzhilfen waren die notwendigen Bestandteile bei Pflanzung der Narzissenzwiebeln.

Babenhausen - Eine ausgefallene Aktion an einem gemeinsamen Projekt vereint Bürger aus verschiedenen Babenhäuser Stadtteilen. Von Walter Kutscher 

Der Wettergott war mit von der Partie, als einige Vereine und freiwillige Helfer von Harreshausen, Hergershausen und Sickenhofen damit begannen, ein Blumenband zwischen den Stadtteilen zu pflanzen. Die Planungen der Arbeitsgemeinschaft (AG) „Touristik, Freizeit und Marketing“ innerhalb des Dorferneuerungsprogramms des Landes Hessen, in das die Stadt Babenhausen eingebunden ist, hatte vorgeschlagen, dass alle Stadtteile mit einem Band aus Blumen verbunden werden sollen. Nun wurde mit der Pflanzung von rund 20 000 Blumenzwiebeln ein Anfang gemacht, und die Mitglieder der AG hoffen, dass in den nächsten Jahren diese Idee zwischen anderen Stadtteilen weiter realisiert werden kann.

Bei der Aktion wurden zwischen Hergershausen und Sickenhofen und von Harreshausen Richtung Kernstadt die Narzissenzwiebeln in die Erde gebracht. Der Einkauf der Blumenzwiebeln wurde möglich durch die Spenden zahlreicher Sponsoren, darunter Firma Aumann, Rotary Club Dieburg-Babenhausen, Firma Schreier-Bau, Firma Tempel & Wagner, Gärtnerei Wolter, Geisler Gerüstbau, Gasthof Langfeldsmühle, Fußgeflüster Sickenhofen, Verein „Middedrin“ Harreshausen, „Herigar“ Hergershausen sowie vieler privater Spender. Insgesamt waren auf der Strecke von Harreshausen Richtung Kernstadt rund 15 Helfer im Einsatz und konnten auf rund 500 Meter vom Spielplatz bis zur Bahnunterführung ihre Zwiebeln unter die Erde bringen.

Wie die Ortsvorsteherin von Harreshausen, Heidrun Koch-Vollbracht, mitteilte, war sie zufrieden mit dem Ablauf und hofft bei ähnlichen Aktionen in der Zukunft wieder auf die Mitarbeit vom Verein „Middedrin“, aber auch darauf, dass weitere Bürger sich an derlei Angelegenheiten beteiligen.

Bedingt durch die nahe Ortslage zwischen Hergershausen und Sickenhofen waren hier mehr Helfer auf der Strecke. Die ortsansässigen Vereine „Herigar“ von Hergershausen und der Ortsverschönerungsverein Sickenhofen hatten rund 30 Frauen, Männer und Kinder aktiviert, die sich – bewaffnet mit Spaten, Hacken, Pflanzhölzern oder selbstgebastelten Setzhilfen – von beiden Stadtteilen aufeinander zu bewegten. Sie wurden unterstützt durch den Rotary Club Dieburg-Babenhausen, der mit etwa 15 Personen auf der Strecke unterwegs war und auch die Ortsvorsteher Horst Grimm (Hergershausen) und Friedel Sahm aus Sickenhofen waren mit Spaten und Pflanzhilfen dabei.

Ab 10 Uhr wurde von beiden Stadtteilen aus begonnen, Richtung Nachbarort Pflanzlöcher zu buddeln, Blumenzwiebeln darin zu versenken und danach wurden die Löcher wieder verfüllt. Dank des Regens vom Vortag war die Bodenfläche durchnässt und das Graben fiel nicht so schwer.

„Schaut mal her“, rief Martin Fendt vom OVV Sickenhofen, „jetzt hat es gestern ununterbrochen geregnet, aber knapp drei Zentimeter unter der Grasnarbe ist die Erde total trocken“. Aber die Pflanzteams ließen nicht locker und hatten bis gegen halb eins ihr Pensum fast geschafft. Da trafen sich dann die fleißigen Frauen, Männer und Kinder in Höhe der Gärtnerei Wolter, wo die AG einen kleinen Imbissstand aufgebaut hatte. Heiße und kalte Getränke und die warmen Würstchen waren schnell verzehrt und es wurde erzählt und gefachsimpelt bevor man sich aufmachte, die letzten Blumenzwiebeln unter die Erde zu bringen. Auf eine kurze Stippvisite kam auch Bürgermeister AchimKnoke vorbei und bedankte sich bei allen Beteiligten zum Einsatz dieser Aktion und freute sich, dass die Bürger der einzelnen Stadtteile hier gemeinsam an einem Strang zogen.

Währen der ganzen Aktion beäugten Rabe, Bussard und Co. die emsigen Menschen von oben, fanden aber an den eingegrabenen Blumenzwiebeln kein Interesse. Nach den letzten Nacharbeiten gingen schließlich die tatkräftigen Helfer auseinander, rechtzeitig bevor es durch den einsetzenden Nieselregen recht ungemütlich wurde.

Quelle: op-online.de

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