In der Darmstädter Straße

Fester Blitzer entlarvt dauerhaft Raser

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Ein stationärer Blitzer, der seit Dienstag die Darmstädter Straße überwacht, soll Autofahrer dazu animieren, die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 Kilometer pro Stunde einzuhalten.

Babenhausen - Passbilder, die weder schön noch günstig sind, bekommt seit Dienstag, wer am Ortsausgang von Babenhausen in Richtung Darmstadt zu schnell fährt. Erlaubt sind 50 Kilometer pro Stunde.

Weil auch die in der Vergangenheit in Höhe des Baumarkts an der Darmstädter Straße sporadisch aufgestellten mobilen Blitzer nicht erwirkten, dass sich die Mehrheit der Autofahrer an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält, musste das stationäre Gerät her. Das teilte Heiko Duda, Leiter des städtischen Ordnungsamts, auf Anfrage mit. Eine Maßnahme, die sich bereits bei den festen Blitzern nahe Ostring bezahlt gemacht habe. Seit deren Installation sei die Raserei auf der Bouxwiller Straße merklich zurückgegangen. Denselben Effekt erhofft sich die Stadt nun für die Bundesstraße 26.

Dabei gehe es „nicht um Abzocke“, im Mittelpunkt stehe „die Erhöhung der Verkehrssicherheit“ auf der vielbefahrenen Pendlerstrecke, lies Duda verlauten. Die Einnahmen, die die Stadt durch das Blitzen erwirtschaftet, seien „nur ein Nebeneffekt“. Erste Überlegungen zum Projekt gab es bereits vor zwei Jahren. Im Herbst 2015 waren die gröbsten behördlichen Hürden genommen – der Blitzer, gestellt von einer Leasingfirma, konnte kommen. Anlass gaben zahlreiche Beschwerden, die bei der Stadt eingingen: teils von Anwohnern, die über Lärmbelästigung klagten, teils von Bürgern, die sich über das Sicherheitsrisiko mokierten.

Duda bestätigt, dass Schnellfahrer besonders denjenigen das Leben schwer machen, die das Baumarkt- oder Tankstellengelände durch Abbiegen verlassen wollen. Wegen der leichten Kurve, die die Darmstädter Straße an besagter Stelle macht, sei der Verkehr ohnehin nicht einfach zu überblicken. Wer sich vom Hinweisschild für Thüringer Spezialitäten ablenken lässt und nicht auf den Tacho schaut, muss mindestens 15 Euro berappen. Dann lieber doch in eine Rostbratwurst vom Imbiss auf dem Baumarkt-Parkplatz investieren.

rin

Quelle: op-online.de

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