Stadtverordnetenversammlung beschließt Wirtschaftsplan

Daumen hoch bei der Sozialstation

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Das alte Rathaus in Hergershausen ist verkauft worden und wird gerade saniert. Ein Arzt wird sich hier ansiedeln.

Babenhausen - Während sich die Stadtverordneten die Köpfe über den Haushalt und die beantragte Erhöhung der Grundsteuer B heiß redeten, wurden zahlreiche Anträge, die hauptsächlich Bauthemen zum Thema hatten, sozusagen im Schnelldurchgang durchgewinkt. Von Ulrike Bernauer 

Lob gab es für die Sozialstation. Einstimmig beschlossen die Parlamentarier in ihrer jüngsten Sitzung den Entwurf des Wirtschaftsplanes der Sozialstation Babenhausen/Schaafheim. Hier zeigten sich die Stadtverordneten mit der Arbeit der Einrichtung sehr zufrieden, schließlich schreibt sie eine Schwarze Null. Der Jahresumsatz beträgt, wie berichtet, 1,35 Millionen Euro. Trotz Tarifanpassungen bleibt der größte Kostenbatzen, die Personalausgaben, nahezu konstant (1,16 Millionen Euro). Bürgermeister Achim Knoke machte allerdings darauf aufmerksam, dass der leichte Überschuss von 18 500 Euro durch die Abzüge von Zuschüssen sich auf dann 6 500 Euro verringern könnte.

Die Bauangelegenheiten, die das Stadtparlament am Donnerstag zu behandeln hatte, waren offensichtlich im Bauausschuss ausreichend verhandelt worden, so dass es kaum weiterer Diskussionen bedurfte. Meist wurden die Anträge einstimmig angenommen. So wurde der Verkauf des Wohnhauses Spessartplatz 7 und 8 zum Gesamtpreis von 320 000 Euro beschlossen, ebenso wie die Bauleitplanung des Bebauungsplans „Im Riemen, 2. Änderung“. Mehrheitlich stimmten die Stadtverordneten für die Bauleitplanung Bebauungsplan „Ost 1B“ und „Ost 3, Änderungsplan Nr. 1“, hier gab es jedoch jeweils zwei Gegenstimmen von den Grünen.

Für die Verlängerung der Bebauungsfrist des Gewerbegrundstücks „Hinter der Altdörfer Kirche 16“ sprachen sich die Stadtverordneten aus, ebenso wie für den Bebauungsplan Ortskern Hergershausen.

Hier geht es um die Realisierung einer Arztpraxis im alten Rathaus. „Der Verein Herigar ist in der alten Schule heimisch geworden, aber wir bekommen es nicht nur hin, dass das alte Rathaus in gute Hände gekommen ist, sondern dass sich dort auch noch ein Arzt ansiedelt und die medizinische Versorgung sich nicht nur im Stadtteil, sondern in ganz Babenhausen verbessert“, freute sich Bürgermeister Joachim Knoke.

Der Bebauungsplan „Altdörfer Weiher - Baumarkt, 1. Änderung“ wurde zwar mehrheitlich beschlossen, fand aber auch sieben Gegenstimmen. Ziel der Änderung ist „die Legalisierung von Verkaufsflächen des Baumarktes Andre + Oestreicher und der weitere Wegfall von Grünordnungsmaßnahmen“. In einem zweiten Antrag ging es um die Anzahl der Stellplätze, die wurden jetzt von 250 auf 120 herabgesetzt, die 120 Stellplätze seien jedoch „zwingend“ herzustellen oder vorzuhalten.

Quelle: op-online.de

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