Dirk Weißner gründet Förderverein fürs Schwimmbad

Enkel sollen planschen können

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Um die Zukunft des Babenhäuser Schwimmbades mit dem ehemaligen Küstenmotorschiff „Jenny“ als Blickfang geht es nächste Woche im Hauptausschuss.

Babenhausen - In den kommenden Wochen geht es in Sachen Schwimmbad ans Eingemachte. Zum einen ist die Zukunft der Freizeiteinrichtung Thema im Hauptausschuss, zum anderen werden die Planungen für die Gründung eines Fördervereins vorangetrieben. Von Norman Körtge 

Nach der hitzigen Diskussion über die Zukunft des Schwimmbades in der Stadtverordnetenversammlung im September hatte Dirk Weißner  das Handtuch geworfen. Mit viel Idealismus und Engagement hatte er in den Wochen zuvor die Idee zur Gründung eines Fördervereins fürs Schwimmbad vorangetrieben, gar zu einer Demonstration zum Erhalt der Freizeiteinrichtung aufgerufen und mehr als 3000 Unterschriften gesammelt.

Doch das Abstimmungsergebnis in der Parlamentssitzung – CDU und Freie Wähler brachten ihren Antrag mit ihrer Ein-Stimmen-Mehrheit durch – frustrierte ihn. Denn der Beschluss sieht vor, dass „ein neues Betreibermodell implementiert“ werden soll und die Kosten für das Schwimmbad um mindestens 150.000 Euro reduziert werden sollen. Und das alles schon für 2017. „Die Gründung eines Fördervereins macht nur Sinn, wenn es eine Zukunft für das Schwimmbad gibt. Die sehe ich zur Zeit nicht“, sagte er damals enttäuscht. Zudem fühlte er sich von CDU und Freien Wählern vor den Karren gespannt, da diese den noch gar nicht gegründeten Förderverein in ihre Überlegungen eingeplant hatten.

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Doch in den Wochen danach sind ein paar Wogen geglättet worden. „Es gab gute Gespräche. Auch mit der CDU“, berichtet Weißner. Jetzt sei klar, dass Mitglieder des Fördervereins vor-erst keine Dienste im Schwimmbad übernehmen, sondern sich darauf konzentrieren, zum Beispiel Veranstaltungen zu organisieren und Sponsoren zu finden. Bis zur Gründungsversammlung am Mittwoch, 7. Dezember, müsse noch einiges organisiert, unter anderem eine Satzung formuliert werden. Acht feste Mitstreiter habe er bereits an der Hand. Die Vorstellung, die den designierten Fördervereinsvorsitzenden antreibt: „Ich möchte mit meinen Enkeln noch ins Schwimmbad gehen können.“ Wann er Opa werde, sei aber noch gar nicht abzusehen, schiebt Weißner schmunzelnd nach.

Besichtigung der Schwimmbad-Baustelle

Interessant werden dürfte für Weißner eine Woche vor der Gründungsversammlung des Fördervereins die Sitzung des Hauptausschusses für Finanzen, Wirtschaft und Beschäftigung. Dort steht die „Konsolidierung im Budget Schwimmbad“ auf der Tagesordnung. Eine Sitzung, dessen Ergebnisse auch Michael Kahl sehr interessieren. Sein Bäderservice betreibt seit vielen Jahren das Schwimmbad. Denn diskutiert werden dürfte das Einsparungs-Paket, das er in den vergangenen Wochen geschnürt habe. Darin enthalten sind Vorschläge wie, dass das Schwimmbad nicht mehr an sieben Tagen die Woche geöffnet hat, sondern etwa am Montag zu ist. Oder die tägliche Reduzierung der Öffnungszeiten um ein oder zwei Stunden. „Jetzt muss die Politik entscheiden“, so Kahl.

Quelle: op-online.de

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