Nachwuchs in der Jugendabteilung

Dotzbälle für die Kleinen

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Wenn ein neuer Fußball glücklich macht - Die Weihnachtsfeier der Jugendabteilung von Kickers Hergershausen brachte viele strahlende Kindergesichter hervor.

Babenhausen - Es ist der Hit aller Fußballbegeisterten in diesem Jahr: „Ein Hoch auf uns“ von Andreas Bourani. Er passt nicht nur zum Titelgewinn der deutschen Fußballnationalmannschaft, sondern zu allen, die mit Leidenschaft versuchen das Runde in das Eckige zu bringen. Von Michael Just

Bei der Weihnachtsfeier der Jugendabteilung von Kickers Hergershausen wurde der Song ebenfalls gespielt: Er begleitete die Kinder auf die Bühne, wo sie ihr Geschenk erhielten. Parallel wurden ihre Porträts im Stile der Panini-Sammelbildchen an die Wand gestrahlt. Beides zusammen erzeugte mächtig Stolz beim Nachwuchs, Fußballer zu sein und für einen außergewöhnlichen Verein zu spielen. Die jüngsten Jahrgänge erhielten als Präsent einen Ball, der bei den meisten für die restliche Zeit der Feier im Bürgerhaus nicht mehr ruhte. Wohl in weiser Voraussicht hatte der Kickers-Chefmoderator Alexander Buia deshalb zuerst die älteren Mannschaften auf die Bühne gerufen. Für diese gab es von ihm Sweatshirts sowie Funktionsunterwäsche.

Bevor es an das Verteilen der Geschenke ging, führten die einzelnen Teams ein kleines Unterhaltungsprogamm für die Eltern auf. Jede Mannschaft hatte sich etwas ausgedacht und einstudiert: Das reichte von Fußballer-Liedgut, einer Show- und Technikeinlage mit dem Ball bis zur Tanzvorführung der B-Jugend und den C-Juniorinnen. In der Kaffeepause warteten über 40 gespendete Kuchen, die wie der Röstkaffee umsonst waren.

Das volle Bürgerhaus belegte, dass das „Hoch auf uns“ derzeit kaum besser auf den Kickers-Nachwuchs passen könnte: 42 Neuanmeldungen verbuchte der Verein in diesem Jahr. Ein Grund ist die Einführung der „Dotzbälle“, bei der mit Leibesübungen und ersten Ballkontakten für Drei- bis Fünfjährigen schon die Nachfolger von Reus und Götze herangezogen werden. Im G-Bereich gibt es zwei Teams, genauso wie bei der F-Jugend und der B-Jugend. Die B-Jugend bietet über 40 Jugendlichen ein sportliches Zuhause. Mit rund 170 Kindern und neun Mannschaften, darunter einem Mädchen-Team (C-Juniorinnen), beackert Jugendleiter Thomas Gehringer ein wahrlich großes Aufgabenfeld. Da lässt es sich auch verschmerzen, dass es derzeit keine A-Jugend gibt. Mit dem Heranreifen der B-Jugend dürfte dieser Umstand aber bald Geschichte sein.

Ein Präsent gab es nicht zuletzt für die Trainer und Betreuer, die ebenfalls zahlreich auf die Bühne kamen. „Was wäre die Jugendabteilung ohne jene, die sich aufopfern?“, fragte Kickers-Vorsitzender Hans Solleder. Interesse alleine reiche nicht: „Man muss auch was machen.“ Die Jugendabteilung lebe schließlich davon, gut betreut zu werden. „Dass Trainer und Eltern am Wochenende Spiele begleiten, anstatt auf der Couch zu liegen, ist keine Selbstverständlichkeit“, sagte Alexander Buia.

Quelle: op-online.de

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