E-Bikes werden immer beliebter

Mit Motor den Berg hinauf

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Klaus Schmitt eröffnete vor Kurzem als erster Gewerbetreibende im kleinen Gewerbegebiet an der B 26 sein Geschäft.

Babenhausen - Die Sonne lacht vom Himmel, der Frühling klopft an und passionierte Radler ölen die Ketten. Bei hoffentlich bald milden Temperaturen kann es mit dem deutschen Volkssport Nummer eins losgehen. Von Ursula Friedrich 

„Unsere Kunden stehen in den Startlöchern“, schmunzelt Gitta Bonnet, die mit ihrem Ehemann Armin im Jahr 2000 das Radhaus Bonnet in Schaafheim eröffnete. Das Fachgeschäft im „fahrradfreundlichen Bachgau“ bietet seinen Kunden ein umfangreiches Sortiment rund ums Fahrrad. Im Werkstattbereich werden unterschiedlichste Fahrräder entgegengenommen, um hier, von Meisterhand, fit für die Saison gemacht zu werden. Fahrradfahren, dies bestätigen Fachhändler vor Ort, dringt in eine neue Ära vor. Obwohl die Benzinpreise im Keller sind, satteln viele aufs Pedelec um. Ein Büroangestellter im „Business-Look“ hat beim Fahrradhändler seines Vertrauens ein E-Bike erworben. „Gesundes Bewegen ist im Trend“, so Horst Sauerwein, der mit Ehefrau Gabi sein Geschäft seit neun Jahren am Standort Groß-Umstadt betreibt. Aus dem Heimatort Schaafheim pendeln die Ladeninhaber nach Groß-Umstadt täglich ein – per E-Bike.

Auch in Babenhausens neuem Zweirradgeschäft an der B 26 wächst die Nachfrage nach dem Pedelec stetig. Das Zweirad verknüpft moderate Bewegung mit zuschaltbarem Antrieb. Eine Mobilitätsidee, die umweltfreundlich ist, Bewegung fördert, gleichzeitig aber garantiert: Wenn es steil bergauf geht, sorgt der Motor dafür, dass der schicke Anzug fürs Büro nicht verschwitzt ist. Beratung und Service sind das A und O des Fahrradkaufs, sind sich die Fachleute einig. Die „Geiz-ist-geil“-Mentalität mag manchen Kunden ins Internet oder zum preiswerten Massenanbieter auf der grünen Wiese treiben. Doch ein paar vermeintlich eingesparte Euro zahlen sich nicht aus: Ein Rad muss, wie ein ordentlicher Schuh, richtig passen und daher individuell maßgeschneidert sein.

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„Viele Kunden sind Laien: Angucken, Anfassen, Probefahren, das kann das Internet nicht bieten“, erklärt Klaus Schmitt, der vor Kurzem als erster Gewerbetreibende im kleinen Gewerbegebiet an der B 26 in Babenhausen sein Geschäft eröffnete.

Der junge Unternehmer führt das Familienunternehmen Zweirad Niederhöfer fort, das 1904 in Babenhausen gegründet wurde und bis vor vor einer Weile in der Wilhelm-Leuschner-Straße angesiedelt war. Auf 450 Quadratmetern Verkaufsfläche bietet Klaus Schmitt nun eine hochwertige Auswahl von Markenrädern, Zubehör, Bekleidung, Fahrradhelmen, kurzum die komplette Ausstattung. Angegliedert ist eine kleine Werkstatt, um das neue Geschäft ist außerdem eine Teststrecke zum Probefahren angelegt. „Das beste Argument für uns als Fachhandel ist der Servicegedanke“, so Schmitt, der als Dienstleister so großen Erfolg hat, dass er expandierte und rund zehn Mitarbeiter beschäftigt. Auch der Schaafheimer Kollege ist gewachsen: Inzwischen beschäftigt das Fahrradhaus Bonnet sieben Vollzeitmitarbeiter und drei Teilzeitkräfte.

Das Unternehmen investiert in die konsequente Fortbildung Bildung seiner Mitarbeiter und bildet einen jungem Menschen zum Zweiradmechaniker/Fachrichtung Fahrrad aus. Dem Internet verschließt sich der Betrieb nicht, im Gegenteil, vieles lässt sich im Online-Shop bestellen. Dass dies kein Ersatz für die persönliche Beratung ist, zeigt sich an den vielen treuen Kunden, die den Vor-Ort-Service nutzen.

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Quelle: op-online.de

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