Feier für Erstklässler in der Stadthalle

Mit Freude in die Schule

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Mia (rechts) und Janaina – zwei von 78 Erstklässlern an der Schule im Kirchgarten.

Babenhausen - Erwartungsvoll und aufgeregt stehen die sechsjährige Mia und ihre Freundin Janaina vor der Stadthalle, mit ihnen jede Menge andere kleine Schultütenträger mit Eltern, Geschwistern und Großeltern. Von Petra Grimm

Gleich soll die Einschulungsfeier der Schule im Kirchgarten beginnen. Ein Gottesdienst in St. Josef ist vorausgegangen. Mias aufwendig gebastelte Schultüte ist mit Rehen, Pilzen und echten Efeublättern aus dem Garten verziert. Gefüllt ist sie mit einem Locher, Stiften, einem Kartenspiel und natürlich auch ein paar Süßigkeiten, wie ihre Mutter Kathleen Knabe verrät. „Mia ist schon seit Tagen aufgeregt“, beantwortet sie die Frage, ob das angehende Schulkind vergangene Nacht geschlafen hat. Wie Mia geht es wohl den meisten ABC-Schützen, die in der Halle mit Gesang und freundlichen Worten zum Schulstart begrüßt werden. In ihren Blicken ist eine Mischung aus freudiger Aufregung, Skepsis und einer gewissen Erschöpfung zu sehen.

„91 Kinder werden heute eingeschult“, sagte Schulleiterin Silke Schulz-Mandl. 13 von ihnen besuchen die Vorklasse. Mit insgesamt 340 Schülern ist die Babenhäuser Grundschule eine der größeren im Landkreis. Schulz-Mandl begrüßte die Besucher in der aus allen Nähten platzenden Stadthalle und wies darauf hin, dass die beliebte Drohung mit dem viel beschworenen „Ernst des Lebens“, der jetzt anfange, von Lehrern nicht so gerne gehört werde. „Uns ist wichtig, dass die Kinder sich in der Schule geborgen fühlen und angstfrei lernen. Wir wünschen uns, dass Ihr Kind jeden Tag mit Freude und gespannt auf das, was kommt, in die Schule geht. Bitte verzagen Sie nicht, wenn mal was nicht klappt. Das wird schon“, sagte sie zu den Eltern und forderte sie auf, die Kinder mit ihren Stärken und Schwächen anzunehmen, sie viel zu loben, sie im Erlernen sozialer Fähigkeiten zu unterstützen und ihnen Raum für Selbstständigkeit zu geben. „Aber setzen Sie auch Grenzen“.

Die Klassen 4a und 4c hatten gemeinsam mit der Referendarin Lisa König ein schwungvolles Willkommenslied für die „Neuen“ einstudiert. Den Anlauttabellen-Rap gaben die zweiten Klassen zum Besten. Sie hatten ihren Vortrag mit den Lehrerinnen Stefanie Münch, Vera Weber, Susanne Weinrich und Sonja Zimmer einstudiert. Für die engagierte Bühnenshow der älteren Schüler gab es viel Applaus.

Dann wurde die Sache ernst. Denn es galt, sich um die neue Klassenlehrerin zu versammeln, um gemeinsam zur ersten Unterrichtsstunde zur Schule zu gehen. Dem einen oder anderen schien die Trennung von den Eltern und der Gang ins Unbekannte ein bisschen schwer zu fallen. Aber bei den meisten überwog sichtbar die Vorfreude auf den neuen Lebensabschnitt.

Quelle: op-online.de

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