Wo einst der Fußball rollte

Erschließung des neuen Gewerbegebiets „Im Riemen II“

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Abstellplätze für rund 80 Autos werden derzeit in Babenhausen auf städtischem Gelände „Im Riemen“ angelegt, wo Babenhausen ein neues Gewerbegebiet auf einer Fläche von rund 1,8 Hektar erschließen lässt.

Babenhausen - Die Stadt Babenhausen erschließt derzeit „Im Riemen“ ein zweites Gewerbegebiet, auf dem sich künftig kleinere und mittlere Betriebe ansiedeln können. Vor nicht allzu langer Zeit diente das Areal noch den Fußballern des mittlerweile stillgelegten Vereins „Türkspor“.

„Im Riemen II“ ist die Planungsbezeichnung des neuen Gewerbegebiets, das die Stadt Babenhausen aktuell erschließt. Es umfasst eine Fläche von knapp zwei Hektar. Wo bis vor einem Jahrzehnt noch der Fußball rollte, wird eine Ansiedlungsfläche für rund ein Dutzend Betriebe geschaffen. Bis zum Herbst soll die Erschließung abgeschlossen sein. Das Gelände wird aufgeteilt in Parzellen, die zwischen 1 000 und etwa 3 000 Quadratmeter groß sind, was sicher für kleine und mittlere Betriebe ausreicht, wie sie im benachbarten Gewerbegebiet bereits ansässig sind. Mit sieben Interessenten, die im neuen Gewerbegebiet investieren wollen, wurden bereits Vorverträge geschlossen, ist aus dem Rathaus zu vernehmen. „Fünf Flächen sind noch frei“, vermeldet Clemens Kiefer, der für die Vermarktung des Geländes zuständig ist. Das Areal wird zu einem Quadratmeterpreis von 100 Euro von der Stadt abgegeben. Und das bei voller Erschließung, die vor einigen Monaten angelaufen ist. Es wurden Kanäle und Leitungen gelegt. Derzeit entstehen nahe der Straße „Im Riemen“ Parkplätze. Sie werden Platz für rund achtzig Fahrzeuge bieten. Die Parkplätze werden alle gepflastert, wie Arbeiter einer Firma aus der Gegend von Limburg vor Ort bestätigen.

Da finden auch Mitarbeitern bereits ansässiger Betriebe im nahen Gewerbegebiet „Im Riemen“ dann Abstellflächen vor, die bisher die Autos auf einem Parkstreifen entlang der Straße parkten. Von der Straße „Im Riemen“ her wird derzeit eine Baustraße mitten in das neue Gewerbegebiet hinein angelegt. Auf dem Gelände wurde bis vor etwa einem Jahrzehnt noch Fußball gespielt. Es war der Sportplatz des vor einigen Jahren endgültig stillgelegten Vereins „Türkspor“. Der Rohbau eines Vereinsheims war nur halbfertig geworden und vor etwa zwei Jahren als Bauruine abgebrochen worden, als sich abzeichnete, dass der Verein nicht mehr „auf die Beine“ kommen und das Vereinsheim vollenden werde. Da bereits Interessenten für Gewerbeflächen vor der Tür standen und in der Nachbarschaft schon Gewerbe angesiedelt war, entschloss sich die Stadt, das Sportgelände in ein Gewerbegebiet umzuwandeln. Und diese Entscheidung wird nun umgesetzt.

Fotos: Party beim „Seebeben“ Beachfestival

Schon vor Jahrzehnten hatte Babenhausen erkannt, dass man nicht nur auf einen Großbetrieb setzen kann, wie es die vor mehr als einem halben Jahrhundert angesiedelte VDO (heute Continental) war. Inzwischen sind Gewerbegebiete wie „Im Riemen“ auch an der „Altdörfer Kirche“ und nun auch entlang der Ortsdurchfahrt der B 26 an der Aschaffenburger Straße entstanden. ka

Quelle: op-online.de

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