Frauenforum stellt Projekte und das Halbjahresprogramm vor

Erziehungskompetenz stärken

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Recht gut besucht war der Neujahrsempfang des Babenhäuser Familien- und Frauenforums.

Babenhausen - Bei Sekt, Orangensaft und Häppchen, Smalltalk und Blechmusik gab es beim Frauenforum Rück- und Ausblicke – und die Begründung dafür, dass Männer „deutlicher einbezogen“ werden sollen.

Das mit den Männern ist eine programmatische Sache. „Gesellschaftliche Veränderungen“ zitierte Gertraude Schwarzbauer in ihrer Begrüßung als Begründung, warum aus dem seit 2003 bestehenden Frauenforum nun auch ein Familienforum geworden ist – mit „erweitertem Angebot für Familien, Kinder, Jugendliche“ - und eben „deutlicherer Einbeziehung von Männern“. Mit Unterscheidung von einmaligen Veranstaltungen, Projekten und fortlaufenden Kursen blickte die Vorstandsfrau auf das Programm des vergangenen Jahres zurück, auf einmalige und „sehr erfolgreiche“ Vorträge und Workshops, vom Bildhauerkurs über Lesungen und Informationen zur Ernährung bis hin zu einer Stadtführung. Englisch konnte und kann gelernt werden, der Literatursalon hat sich etabliert, das Frauenfrühstück soll weiterhin vier Mal im Jahr stattfinden.

Die laufenden Projekte stellte Maria Steinmetz-Hesselbach vor – vorneweg den Verbund von acht Tagesmüttern und einem Tagesvater in Babenhausen und zwei Tagesmüttern jenseits der Stadtgrenzen als Ergänzung des U-3-Angebots in der Stadt, der vom Familien- und Frauenforum getragen wird. Die Nachfrage sei deutlich gestiegen, seit die Stadt das Angebot mit einem Euro Zuschuss pro Betreuungsstunde subventioniert. Insgesamt werden in diesem Modell derzeit 38 Kinder betreut – ein Äquivalent zu einer dreigruppigen Krippe. Dazu komme das „Kindernest“ in Langstadt.

Dieser Projektbezug macht deutlich, warum das Frauen- und das Familienforum ergänzt worden ist. Weitere Projekte zielen auf die „Stärkung der Erziehungskompetenz“ mit regelmäßigen Treffen im Sophie-Kehl-Haus, an denen in der Vergangenheit schon annähernd 200 Frauen teilgenommen haben. Das Angebot richtet sich auch an Migrantinnen, es wird aber ausschließlich deutsch gesprochen, um die Deutschkenntnisse der Teilnehmerinnen zu fordern und zu fördern. „Sprache bedeutet Ankommen“ ist ein Angebot für ältere Migrantinnen, die bisher auf ihre Kinder als Dolmetscher angewiesen waren. Flankiert werden diese Angebote durch eine allgemeine Lebensberatung. Themen waren und sind: Erziehungsprobleme, Beziehungsstress, Trauerarbeit, Probleme am Arbeitsplatz, auch drohender Verlust von Wohnraum.

Blick in die Zukunft

Heike Fuhrmann hatte die „schöne Aufgabe“, den Blick in die Zukunft zu richten und das Programm für das erste Halbjahr des gerade angebrochenen Jahres 2016 vorzustellen. Noch im Januar wird „English Conversation“ mit Caren Burkholder angeboten. Im Februar folgt das erste Frauenfrühstück – mit Anna Gigante aus Schaafheim als Referentin. Auch ein Computerkurs (Word und Excel) steht auf dem Programm. „Bäume schneiden“ wirkt auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich, trägt aber der Tatsache Rechnung, dass „Frau“ und „Garten“ in Babenhausen anscheinend recht enge Bezüge haben. Das wird auch an dem Thema „Staudengarten“ deutlich, ein Treffen im Garten von Heide Jakob, das das Programm des ersten Halbjahres beschließt. Auch ein Wildkräuterkochkurs im April weist in eine ähnliche Richtung. In diesem Monat steht auch die schon traditionelle Fahrt ins Münsterer Kino auf dem Programm, und der Tennisclub bietet einen Schnupperkurs an. Dass auch Erwachsene Klavier lernen können, will hingegen schon im März Gerda Stockinger beweisen.

In Vorträgen geht es um Patientenverfügung, Organspende und auch um Ernährung. Schließlich steht im Mai eine szenische Stadtführung mit Ute Wittenberger und Sandra Gökce auf dem Programm. Das Familien- und Frauenforum hat zu diesem Halbjahresprogramm einen sehr ausführlichen Kalender aufgelegt, der ab sofort im i-Punkt des Rathauses in der Fahrstraße ausliegt. Weitere Informationen: www.frauenforum-babenhausen.info

sr

Quelle: op-online.de

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