Feriencamp der Löwen

Handballer üben sich im Turnen

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Die Teilnehmer des zweiten „Handball-Löwen-Camps“ von Rot-Weiß Babenhausen mit ihren Trainern Jan Willand (stehend von rechts) und Mitch Maloul. Drei Tage lang übte sich der Nachwuchs in den Schulsporthallen.

Babenhausen - Die Löwen, wie sich die Handballer von Rot-Weiß Babenhausen nennen, haben zum zweiten Mal ein Feriencamp für den Nachwuchs auf die Beine gestellt. Unterstützung gab es auch aus dem Landesliga-Kader. Von Jens Dörr 

Den „Rundlauf“ aus dem Tischtennis kennt wohl fast jeder noch aus seiner Kinderzeit. Dasselbe Prinzip gibt es auch mit dem Handball – dank eines den Ball extrem zurückkatapultierenden, trampolinähnlichen und leicht schräg aufgestellten Geräts, um das herumgelaufen und innerhalb eines Korridors geworfen und gefangen werden muss. Nur eine von vielen Spielmöglichkeiten, die sich 26 Kindern der Jahrgänge 2004 bis 2008 (weitgehend D- und E-Jugendalter) nun in den Schulsporthallen boten. Beim zweiten „Handball-Löwen-Camp“ von Rot-Weiß Babenhausen setzten die Trainer Jan Willand und Mitch Maloul indes nicht nur dadurch etliche neue Anreize; sie holten über die drei Tage hinweg auch weitere Übungsleiter aufs Parkett, die das Camp noch abwechslungsreicher machten.

Willand ist auch Lehrer an der Joachim-Schumann-Schule, betreut dort gleich sechs Handball-Schulmannschaften, organisiert die Schulturniere: „In der fünften und sechsten Klasse gibt es Handball als Angebot, zudem eine Sichtung.“ Manches Talent kennt er dabei bereits von „seinen“ Rot-Weißen, die auch mit der Schule im Kirchgarten kooperieren. Für die Grundschule gestaltet der Verein einmal jährlich einen Handball-Tag mit den vierten Klassen.

Der Handball war von Mittwoch bis Freitag dabei nicht nur für Kinder attraktiv, die ohnehin schon bei den „Löwen“, wie sich die Rot-Weißen auch nennen, spielen. „Einige haben ihre Freunde mitgebracht, wir haben nicht nur Mitglieder im Camp“, sagte Willand. Mit 26 Kindern war man nahezu ausgebucht. „Organisatorisch war es diesmal viel entspannter als im letzten Jahr, als wir das Camp zum ersten Mal veranstaltet hatten. Da haben wir auch noch selbst das Mittagessen gekocht.“ Das übernahm – und sponserte – diesmal die Babenhäuser Gaststätte „Schwartzer Löwe“, die auch darüber hinaus zu den Gönnern der Rot-Weißen zählt. „Das zeigt die Verbundenheit der Babenhäuser mit ihrem Verein“, freute sich Willand.

Am letzten Camptag trudelten die handballreichen Tage mit einem Turnier am Nachmittag aus. Zuvor hatten die Kinder sportliche Anregungen der unterschiedlichsten Art erhalten. Grundsätzlich waren die Tage mit Aufwärmen und erster Trainingseinheit am Vormittag und – nach dem Mittagessen – zweiter Trainingseinheit am Nachmittag strukturiert.

Gleich am ersten Tag erhielten die Kinder aber auch Besuch von Dominik Goder, Torwart der ersten Rot-Weiß-Mannschaft in der Landesliga. Er nahm sich speziell Zeit fürs Keeper-Training. Mit Corinna Palmy von der „AkzepTanz“ des Turnvereins Babenhausen übten die Kinder auch turnerische Elemente. „In allen Handball-Auswahlteams gibt es immer auch ein Turnprogramm“, erläuterte Willand. Dies verbessere die Beweglichkeit und Koordination der Spieler. „Gerade in jüngeren Jahren ist das wichtig.“ Auch Christoph Caps (TAV Eppertshausen) und Ante Pralas übernahmen kleinere Einheiten innerhalb des Camps. Zudem unterstützten Willand und Maloul eine Spielerin des Damenteams sowie einige Jugendspieler.

Das Ziel des Camps – neben der sportlichen Zerstreuung der Kids in den Herbstferien – umriss Willand mit „Lernerfolg haben und natürlich einen hohen Spaßfaktor“. Nur wenn der gewährleistet sei, entwickele sich ein Kind im Handball bestmöglich weiter und bleibe dauerhaft bei der Stange. Mit Späßen wie einem Handball-Golf-Parcours und einer Fotositzung trugen Willand und Maloul dem in der vergangenen Woche Rechnung. Am Freitag durfte jedes Kind nicht nur ein Camp-T-Shirt und einige weitere Erinnerungsstücke, sondern auch ein schickes Foto von sich mit nach Hause nehmen.

Quelle: op-online.de

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