Blauröcke feiern zwei Tage lang

Neues Auto für die Wehr

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Jetzt kann es bei der Wehr in Hergershausen wieder normal weitergehen: Die Übergabe des neuen Mannschaftstransportwagens begleiteten (von links) Wehrführer Ralf Aumann, Stadtrat Kurt Lambert, Ortsvorsteher Horst Grimm, zweiter Stadtbrandinspektor Florian Sawallich und Feuerwehrvereinsvorsitzender Thomas Kolb.

Hergershausen - In der Regel brauchen sich die Babenhäuser Feuerwehren bei ihren Festen keine Sorgen um den Zuspruch aus der Bevölkerung zu machen. Dafür spricht schon die Vielzahl an passiven Mitgliedern, die die Blauröcke aufgrund ihrer wichtigen Bedeutung unterstützen. Von Michael Just

Und doch überlegen sich die Floriansjünger weitere Mittel, um mit ihren Festen attraktiv zu bleiben und regelmäßig etwas Neues zu bieten. Beim jüngsten Feuerwehrfest war das nicht nur ein interessantes Rahmenprogramm, sondern auch eine Speisekarte, die Erstaunen verursachte. Burger sind allgemein bekannt, dass diese aber auf hessisch daherkommen – sprich mit grüner Soße, Sauerkrautsalat und Kochkäse – ist ungewöhnlich. „Das klingt erstmal seltsam, schmeckt aber sensationell“, lobte Thomas Kolb, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, die ausgefallene Idee.

Das zweitägige Fest startete am Samstagabend musikalisch. Mit Sophia Pongrac aus Sickenhofen hatte man eine junge Nachwuchsmusikerin engagiert, die mit ihrer außergewöhnlichen Stimme sowie ihrer Gitarre die Herzen der Besucher höher schlagen ließ. „Der Zuspruch am Eröffnungsabend war gut“, bilanzierte Kolb. Der Haupttag folgte am Sonntag, der sich traditionell als Familienanziehungspunkt präsentierte. Dort warteten hessische Spezialitäten, Kaffee und Kuchen, Kinderbelustigung sowie ein Brandsimulator. Mit der Vorrichtung, aus der Flammen schießen, lassen sich je nach Einstellung verschiedene Explosionen, etwa durch Fettbrand oder Spraydosen, simulieren. Mit Hilfe eines Feuerlöschers werden diese zum Erlöschen gebracht.

Vor dem Mittagessen vollzog die Jugendwehr noch eine Schauübung. Dass im Hof ein funkelnagelneuer Mannschaftstransportwagen (MTW) stand, hatte ebenfalls eine Bedeutung. Stadtrat Kurt Lambert übergab das 35.000 Euro teure Fahrzeug zur sofortigen Nutzung. Die Anschaffung war nötig geworden, nachdem der vorherige MTW im letzten Jahr einen Totalschaden erlitt. Bei dem selbstverursachten Unfall gab es zum Glück keine Verletzten. Für die Anschaffung hatten sich der Hergershäuser Feuerwehrverein und die Stadt die Kosten nahezu geteilt.

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Das Fahrzeug hat Platz für neun Personen und verfügt über moderne Technik wie Digitalfunk oder LED-Blaulicht. „Damit wollen wir die wichtige Arbeit der Feuerwehr und ihrer Ehrenamtlichen unterstützen. Gerade in unserer Stadt funktioniert die Wehr außerordentlich gut“, hob Lambert heraus. Nicht zuletzt spricht für ihn die Stärke der Hergershäuser Jugendwehr eine deutliche Sprache. Ortsvorsteher Horst Grimm erinnerte an den Scheunenbrand vor rund vier Wochen im größten Stadtteil (wir berichteten), der gezeigt habe, wie wichtig gut ausgestattete Feuerbekämpfer sind.

Das Feuerwehrfest sei zudem nicht nur Belustigung, sondern ein wichtiger Beitrag für die Vereinskasse. Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Florian Sawallich erinnerte daran, dass der MTW das meistgenutzte Fahrzeug der Feuerwehren darstellt. Die Einsatzgebiete seien vielseitig und reichten vom Fahren der Jugendwehr ins Zeltlager bis zum Transport weiterer Kräfte an den Einsatzort. Dazu wurden auch Beförderungen ausgesprochen: Daniel Kunkel und Mirko Heil sind ab sofort Löschmeister, Sven Gruber darf sich Feuerwehrmann nennen.

Quelle: op-online.de

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