Flüchtlinge kommen Mitte November

Belegung der Babenhäuser Kaserne ist geklärt

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Die Kaserne steht seit rund zehn Jahren leer. Jetzt zieht neues Leben ein.

Babenhausen - Hessens Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) informierte heute in Wiesbaden, dass das Land bei der Prüfung und Suche nach festen Unterkünften „wieder einen großen Schritt vorangekommen“ sei.

„Wir setzen weiterhin alles daran, die Flüchtlinge bis Winteranfang in feste Unterkünfte unterzubringen. In Babenhausen konnten wir jetzt die Belegung der ehemaligen US-Kaserne mit bis zu 1 500 Flüchtlingen in der zweiten Novemberhälfte klären. Dort entsteht eine Außenstelle der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung. So soll hessenweit sukzessive die Belegung der Zelte zurückgefahren werden, damit wir Flüchtlingen ein festes Dach über dem Kopf bieten können“, erklärte Grüttner. Der Minister dankte Landrat Klaus Peter Schellhaas und Bürgermeister Achim Knoke im Namen der Hessischen Landesregierung für deren Kooperation und Unterstützung „in der wichtigen, aber für die Städte nicht immer einfachen Frage der Flüchtlingsunterbringung“.

Weil die Belegung der Kaserne sicher Fragen seitens der Bevölkerung aufwirft, lädt die Verwaltung zu einer Informationsveranstaltung für Mittwoch, 28. Oktober, 19.30 Uhr, in die Stadthalle ein. Neben Vertretern der Stadtverwaltung werden auch Ansprechpartner des Kreises und die Darmstädter Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid informieren. Vertreter des Landes Hessen sind ebenfalls eingeladen. In der Kaserne werden vor Ort die Registrierung und medizinische Untersuchung erledigt, der Asylantrag wird eingereicht und bearbeitet. Nach Anerkennung erfolgt die Verteilung in Hessen. Das Verfahren dauert derzeit zwischen sechs Wochen und drei Monaten, wie es aus dem Rathaus dazu heißt. Zusätzliche Kräfte aus Verwaltung, Versorgung und Sicherheit werden in Babenhausen zum Einsatz kommen. Das Land als Betreiber der HEAE organisiert die Grundversorgung und Betreuung der Flüchtlinge vor Ort. Für deren Kinder besteht in der HEAE keine Schulpflicht. Die entsteht erst mit der Anerkennung. Gleiches gilt für die Betreuung im Vorschulalter.

„Tag des offenen Denkmals“ in der Kaserne 

Landrat Klaus Peter Schellhaas zeigt sich zufrieden über die Mitteilung aus Wiesbaden: „Das ist ein gutes Ergebnis unserer gemeinsamen Arbeit. Es ist die richtige Antwort auf die künftige Entwicklung der Stadt und eine gute Lösung für die Schutzsuchenden aus den Kriegsgebieten.“ Die Entwicklung des Geländes als Modellquartier nach dem beschlossenen Rahmenplan soll durch die Erstaufnahmeeinrichtung nicht behindert werden. „Daran arbeiten wir gemeinsam mit den Investoren, die in alle Gespräche eingebunden sind und immer mit am Tisch waren“, so Schellhaas.

st

Quelle: op-online.de

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