Ausstellung von Francisca Hausch

Experimentieren mit Plexiglas

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Am Wochenende sind eben abstrakten Acrylbildern, Draht- und Papierobjekten von Francisca Hausch auch Skulpturen und Plastiken anderer Künstler zu sehen.

Hergershausen - Francisca Hausch steckt mitten in den Vorbereitungen für ihre Ausstellung „Kunst in Hof und Garten“, mit der die holländische Malerin die Tage der offenen Gärten und Höfe in Hergershausen am 13. und 14. Juni bereichern wird. Von Petra Grimm 

Die ehemalige Schreinerei mit idyllischem Garten, Fachwerkhaus, Scheune und Fruchtkeller, in der Francisca Hausch seit 1979 mit ihrem Mann zuhause ist, sucht als Ausstellungsort ihresgleichen: Vor 15 Jahren gründete sie in der früheren Schreinerwerkstatt ihr „Atelier Werkstatt“, in das sie auch regelmäßig zu Workshops einlädt. „Mindestens zum vierten Mal“ ist sie nun nach eigenen Angaben bei den „Tagen der offenen Höfe und Gärten“ dabei und schießt die Pforte ihrer malerischen Hofreite auf, um Kunst in einem besonderen Ambiente zu präsentieren. Wie in den Vorjahren zeigt die experimentierfreudige Hergershäuserin, die seit 2008 Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler Südhessen ist, nicht nur eigene Arbeiten, sondern lädt Kollegen mit ihren Werken ein. So werden am Wochenende neben abstrakten Acrylbildern, Draht- und Papierobjekten von Francisca Hausch auch Skulpturen und Plastiken von Klaus Kiefer (Darmstadt-Eberstadt) und Lichtobjekte aus Gemüse-Papyri von Christel Hochhaus (Schlüchtern) zu sehen sein.

Francisca Hausch experimentiert derzeit unter anderem mit Plexiglas als Träger der meist abstrakten Acrylmalerei, die oft mit verschiedenen Materialien zu Collagen verbunden wird. Wer genau hinschaut, kann auch eingearbeitete Fotos entdecken. Ganz unterschiedliche Materialien werden in Schichten zu beinahe dreidimensionalen Kunstwerken. Den Prozess des Entstehens und Vergehens thematisiert sie mit ihren Objekten aus Draht und Papier. laus Kiefer fertigt Plastiken aus Metall, Skulpturen aus Holz und kombiniert diese Materialien. Seine Arbeiten sind Reaktionen auf politische Themen und wollen eine Geschichte erzählen. Sein bevorzugtes Material ist geformter und dann gerosteter Stahl auf Buntsandstein mit hohem Eisenoxidgehalt. Das künstlich gewonnene Material Stahl wird somit wieder ursprünglich.

Interessant und passend zum Veranstaltungsthema Gärten sind die Arbeiten der früher als Köchin, seit 2004 als Dekorateurin tätigen Christel Hochhaus. Denn ihr Werkstoff ist Gemüse. In einer speziellen Technik, ähnlich der Papyrus-Herstellung, werden Scheiben und Blätter von Gemüse gepresst und getrocknet. Insbesondere die beleuchtete Durchsicht macht darin natürliche Muster, Formen und Farben sichtbar. Eine Benefizaktion ist ebenfalls geplant: Während der Ausstellung werden Kunstwerke im Miniaturformat, als Postkarten, verkauft. Verschiedene Künstlerinnen aus Darmstadt und Umgebung beteiligen sich an der „Aktion Tütenkunst“ mit Originalen. „Einen Teil des Erlöses werden wir für einen guten Zweck, am liebsten zu Gunsten eines Kinderprojektes hier vor Ort spenden“, sagt Francisca Hausch. Die Vernissage findet am Freitag, 12. Juni, um 19 Uhr im Atelier Werkstatt, Eckstraße 25, in Hergershausen statt. Grußworte werden von Bürgermeister Achim Knoke kommen, Live-Musik von der Band „Fine Smart Music“. Am Samstag, 13. und Sonntag, 14. Juni, ist die Ausstellung von 11 bis 18 Uhr zu sehen.

Quelle: op-online.de

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