Grüner Stadtverband spendiert Sitzmöbel

Bänke für Beckenrand

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Vertreter des Grünen Stadtverbandes, Manfred Nodes (hinten links), Günter Klar und Kurt Gebhardt (sitzend von links) bei der offiziellen Freigabe der Bänke im Schwimmbad. Eigenbetriebsleiter Christian Heinemann nahm den Scheck entgegen.

Babenhausen - Zu den weißen Sitzgelegenheiten, die bereits an den Becken positioniert sind, kommen jetzt noch drei weitere in dunklerem Braun dazu – sie sind aus wartungsfreiem Material. Von Stefan Scharkopf

Den Kindern beim Schwimmen zusehen, ein Sonnenbad nehmen oder nach dem Bahnenziehen ausruhen: Im Babenhäuser Freibad wurden jetzt drei weitere Bänke montiert, auf denen die Gäste Platz nehmen können. Möglich gemacht hat dies der Stadtverband der Grünen, der die Finanzierung aus eigenen Mitteln übernommen hat, nachdem deutlich wurde, dass städtische Gelder für diese von vielen Badegästen gewünschte Investition in diesem Jahr nicht zur Verfügung stehen. Die rund 1300 Euro sind Spenden der Mitglieder und politischer Mandatsträger. Die Bänke bestehen teils aus einem Verbund von Holz und Kunststoff.

„Mit der Spende können wir einen kleinen Beitrag zur Attraktivität des Schwimmbads leisten, nachdem wir in der Vergangenheit mit dafür gesorgt haben, dass es grundlegend saniert und seine Zukunft als Familienbad gesichert wurde“, freuen sich die Vertreter des Grünen-Stadtverbandes, Kurt Gebhardt und Manfred Nodes.

Sie sind sicher, dass das Schwimmbad ein wichtiger Aspekt in der Gesundheitsförderung nicht nur für Kinder und Jugendliche ist, im Sommer dem Schulsport nützt und auf seine Weise zur Identifikation der Babenhäuser mit ihrer Stadt beiträgt. Die planerische Gestaltung und seine weitläufige Grün- und Bewegungsfläche hätten einen großen Erholungswert. Es setze Akzente als Familienbad, sei ein wichtiger Treffpunkt für Kinder und Jugendliche und sei – da generalsaniert – für die nächsten Jahrzehnte eine mit niedrigeren Verbrauchswerten zu betreibende Sport- und Freizeiteinrichtung.

Die Malaise im Dieburger Freibad bestärkt die Grünen in ihrer Haltung, dazu beigetragen zu haben, rechtzeitig die Weichen zu stellen und die Sanierung voranzutreiben. „Investition schützt vor Schließung“, wie es Nodes nannte.

In Dieburg konnte das Bad in dieser Saison nicht rechtzeitig öffnen, weil auf zunächst unerklärliche Weise 400 Kubikmeter Wasser verschwunden waren. Zwar konnten nach einiger Zeit Lecks im gerade erst frisch geflickten großen Bassin als Verursacher ausgeschlossen und ein Regelungsfehler am alten Pumpensystem verantwortlich gemacht werden. Es hatte die 400 Kubikmeter Frischwasser zunächst in einen Vorratsbehälter gepumpt, von wo es danach ungenutzt in die Kanalisation geflossen war; das Wasser wurde als Verlust angezeigt. Vollständig geklärt ist der seit langem bekannte Makel aber immer noch nicht. Doch wird auch in der Nachbarstadt jetzt auch darüber nachgedacht, wie es um die Zukunft des Schwimmbads bestellt ist und wie der weitere Betrieb ablaufen könnte. Bei der heutigen Haushaltslage Babenhausens, so Nodes, wäre eine Sanierung nicht mehr so leicht zu stemmen, wie es noch vor Jahren gewesen sei.

Besichtigung der Schwimmbad-Baustelle

Fehlendes Geld ist auch der Grund dafür, dass der zweite Bauabschnitt derzeit kein Thema ist. Die Duschen und das Planschbecken sind bei der Sanierung 2010 außen vor geblieben. Allein für das Planschbecken mit ein paar Attraktionen müsste die Stadt 400.000 Euro hinblättern, wie Christian Heinemann, Eigenbetriebsleiter und künftiger Fachbereichsleiter für Bau- und Stadtplanung, gestern beim Vorort-Termin sagte.

Rund 90.000 Euro nimmt die Stadt im Durchschnitt jährlich an Eintrittsgeld ein; die Zuschüsse sind weit höher. Zwar könnte privates Engagement – wie eben aktuell durch die Grünen – nicht die Investition der Kommune ersetzen, aber in zumindest in Grenzen ergänzen, meint die Öko-Partei. Der städtische Betriebshof hat die Bänke aufgestellt und montiert. Zudem überreichten die Grünen noch zehn Dutzendkarten an den Asylkreis, so dass Flüchtlingskinder das Freibad besuchen können.

Quelle: op-online.de

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