Bündnis sei nicht mehr tragbar

Freie Wähler treten aus der „Allianz“ aus

Babenhausen - Vor wenigen Monaten hatte es sich bereits angekündigt, nun ist es offiziell: Die Freien Wähler Babenhausen (FWB) gaben gestern bekannt, dass sie die „Allianz für Babenhausen“ – das Mehrheitsbündnis im Parlament aus SPD, FWB und FDP – mit sofortiger Wirkung verlassen.

Erste Mutmaßungen in diese Richtung waren Anfang April aufgekommen, als die SPD den Haushalt für 2015 passieren ließ, die FWB jedoch gegen das Zahlenwerk stimmten. „Die 2011 ins Leben gerufene Allianz beruhte auf der damals gültigen Einschätzung, dass die gemeinsame Schnittmenge der politisch gleichgelagerten und parteiübergreifenden Interessen in einem so großen Umfang vorhanden waren, dass es vernünftig und erfolgversprechend erschien, gemeinsam, kraftvoll und parteiübergreifend für das Wohl der Stadt Babenhausen und seine Bürger einzutreten“, heißt es von Seiten der Freien Wähler.

Über gemeinsame politische Arbeit habe man zur Lösung anstehender Aufgaben und Probleme beigetragen. Nun habe die Partei festgestellt, dass die damals positive Einschätzung so nicht mehr aufrecht erhalten werden könne. Dies betreffe sowohl den Umfang an nicht mehr vorhandenen politischen Gemeinsamkeiten, als auch das Miteinander im politischen Tagesgeschäft. „Ein effizientes und zielorientiertes Arbeiten ist nach Ansicht der FWB unter diesen Umständen nicht mehr möglich“, heißt es weiter. Als sich die SPD nach der Verabschiedung des Haushaltes in einer Presseerklärung erleichtert über den möglichen Zerfall der „Allianz“ zeigte, betonten die FWB, dass nicht sie, sondern die Sozialdemokraten durch ihre „führungslose Politik“ das Ende des Bündnisses herbeiführen würden.

Von 1 bis 6! Noten für die Bundestagsabgeordneten aus der Region

chi

Quelle: op-online.de

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