Turboschnelle Windmaschine von Firma Continental

Freiwillige Feuerwehr  bekommt mobilen Großlüfter

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Der neue Großlüfter kann der Feuerwehr Babenhausen in Zukunft gute Dienste erweisen. -

Babenhausen - Feuer braucht Sauerstoff, um zu brennen – das lernen Kinder bereits im frühesten Alter. Umso paradoxer erscheint es, dass ein riesiger Ventilator im Kampf gegen den Rauch helfen soll.

Da staunten selbst langjährige Feuerwehrmänner bei der kleinen Feierstunde am Stützpunkt in der Seligenstädter Straße nicht schlecht, als sich der Propeller in der ominösen schwarzen Röhre zu drehen begann und sofort ein enormer Windstoß über den Parkplatz fegte. Was dort den Anwesenden vorgeführt wurde, war ein mobiler Großventilator mit Löschfunktion vom Typ Rosenbauer Fanergy XL 35, den die Firma Continental der Freiwilligen Feuerwehr Babenhausen ab sofort zur Verfügung stellt.

Ausgehend von baurechtlichen Vorschriften, eigener Planungen der Werkfeuerwehr Continental Babenhausen und positiven Erfahrungen bei der Brandbekämpfung innerhalb des Konzerns, wurden für zahlreiche Continental Standorte weltweit diese Großlüfter in einer Sammelbestellung angeschafft. Gleich Zwei von ihnen sind für den Ernstfall in der Gersprenzstadt erforderlich, wobei einer der Lüfter von der Werkfeuerwehr und der andere durch die Feuerwehr Babenhausen eingesetzt werden kann.

Für die ehrenamtlich Aktiven, die bereits selbst mit dem Gedanken gespielt hatten, einen Großlüfter anzuschaffen, stellt die Übergabe und die damit getroffene Nutzungsvereinbarung eine erhebliche Entlastung dar. Auch für die Stadtkasse ist die Spende der Continental nicht zu verachten. Doch damit nicht genug: Die Freiwillige Feuerwehr bekam zugesichert, dass sie Übungsobjekte auf dem Werksgelände ebenfalls mit benutzen dürfe.

In einer kurzen Ansprache lobten der leitende Sicherheitsingenieur Dr. Carsten Schaumburg und der Leiter der Werkfeuerwehr, Markus Spengler, die hervorragende Zusammenarbeit mit der Feuerwehr sowie die gute Kooperation mit der Stadtverwaltung Babenhausen und übergaben als Zeichen der Wertschätzung den Lüfter an Bürgermeister Achim Knoke, Stadtbrandinspektor Mario Wörner und Wehrführer Florian Sawallich.

Bei der anschließenden „Erst-Erprobung“ konnten einige die Leistung der Maschine hautnah erleben: Eine maximale Austrittsgeschwindigkeit von 150 km/h bei einem Volumenstrom von 80.000 Kubikmeter/h bzw. 400.000 Kubikmeter als Strahlventilator (Injektor) bei einer Schubkraft von einer Tonne sind äußerst beeindruckende Werte.

Feuerwehr und Katastrophenschutz im Einsatz 

Auch wenn Sauerstoff ein Feuer in der Regel nur noch weiter anfacht, ist der Großlüfter eine gute Anschaffung, um insbesondere große Werkshallen oder Treppenhäuser von Rauch zu befreien. Durch den Luftstrom kann der erstickende Qualm gezielt hinaus geblasen werden. Solche Exemplare, wie sie jetzt auch die Freiwillige Feuerwehr hat, sind ebenfalls in Tunneln angebracht, um auch dort im Falle eines Brandes schnell handeln zu können.

Die Anschaffung ist nicht nur für die Babenhäuser Freiwillige Feuerwehr eine Seltenheit, sondern kann im Ernstfall in der gesamten Region angewandt werden. Bei einem Wohnungsbrand ist der mobile Großlüfter allerdings nicht zu gebrauchen. „Wenn der an geht, fliegt das gesamte Mobiliar raus“, erläutert einer der Blauröcke schmunzelnd.  (chi)

Quelle: op-online.de

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