Keine Nachwuchsprobleme

Die Freiwillige Feuerwehr blickt auf das Jahr zurück

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Für langjährige Mitgliedschaft in der freiwilligen Feuerwehr von Sickenhofen wurden bei der jüngsten Jahreshauptversammlung einige Mitglieder geehrt.

Sickenhofen - Gute Zusammenarbeit zwischen den Ortswehren wird immer wichtiger. Das wurde auch bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Sickenhofen betont. Von Walter Kutscher 

Auf ein „normales“ Jahr im Bezug auf die Einsätze 2015 blickte die Freiwillige Feuerwehr Sickenhofen nun bei ihrer Jahreshauptversammlung zurück. Nach einleitenden Worten von Vorsitzendem Norbert Kolb wurden formale Dinge und Punkte behandelt und fast im Schnelldurchlauf konnten die Berichte von Schriftführer und Kassenwart abgehakt werden. Die daraufhin beantragte Entlastung des Vorstandes wurde einstimmig erteilt. Beim anschließenden Bericht des Wehrführers Markus Wagner erläuterte dieser über die Aktivitäten der Einsatzabteilung. Diese besteht aus 30 Einsatzkräften, dazu gehören drei Frauen und 27 Männer. Sie wurden zehn Mal zum Einsatz gerufen, wobei es sich je zur Hälfte um Hilfeleistungen und Brandbekämpfungsmaßnahmen handelte. Hierbei war die Wehr unter anderem auch zur Unterstützung des Großbrandes in einem Recyclingbetrieb im Aschaffenburger Weg im vergangenen November im Einsatz gewesen. „Die Zusammenarbeit der Babenhäuser Stadtteilwehren wird immer wichtiger“, sagte Wagner. „Gerade am Tag sind viele Aktive nicht da und es ist nötig, mehrere Wehren zu alarmieren.“ So kooperieren Sickenhofen und Hergershausen auch bei gemeinsamen Lehrgängen und Übungen.

Auch die Weiterbildung ist ein wichtiger Bestandteil zur Erhaltung der Einsatzfähigkeit. Mehrere aktive Feuerwehrleute besuchten Seminare unter anderem mit den Titeln „Dammbau und Deichsicherung“ und „Absturzsicherung“, denn, so Wehrführer Wagner, die Feuerwehr ist nicht nur bei der Brandbekämpfung im Einsatz, sondern auch bei Hilfeleistungen aller Art. Neben diesen Aktivitäten treffen sich die Kameraden auch zu kulturellen Veranstaltungen und der Besuch beim jährlich stattfindenden Kreisfeuerwehrtag stärkt den Zusammenhalt und bringt neue Erkenntnisse über die Stadtgrenzen hinweg. Auch in der feuerwehrinternen Wettkampfgruppe Babenhausen-West konnten sich die Sickenhöfer mit den Kameraden aus Hergershausen messen und es gab für die Erringung der persönlichen Feuerwehrleistungsabzeichen einige Auszeichnungen.

Ein Wermutstropfen in der Feuerwehrarbeit sei allerdings die Tatsache, dass eine zusätzliche Information zur digitalen Alarmierung im Ernstfall über ein SMS-System und eine zusätzliche Smartphone-App mit Rückmeldefunktion immer noch manuell ausgelöst werden muss. Hier beklagt der Wehrführer, dass die verantwortlichen Personen beim Landkreis bis jetzt nicht umsetzten, dass der Leitstellenrechner in der Brandschutzzentrale in Dieburg eine entsprechende Verbindung zur örtlichen Feuerwehr aufweist. Stolz in Sickenhofen ist man auch auf die schon seit 44 Jahren bestehende Abteilung der Jugendfeuerwehr. Momentan sind neun Jungs und ein Mädchen aktiv dabei und auch eine intensive Zusammenarbeit mit der Hergershäuser Jugendwehr ist zu verzeichnen. Besonderer Höhepunkt für die Jugend war die Bezirksübung der Kreisjugendfeuerwehren im August in Sickenhofen. Dabei wurde mit Begeisterung die Aufgabe gemeistert, dass ein Großbrand in der örtlichen Zahnradfabrik bekämpft werden musste.

Die Aufgaben und Tätigkeiten, die der Feuerwehrverein in der nächsten Zeit stemmen muss, beschrieb Vorsitzender Norbert Kolb mit eindringlichen Worten. In 2016 muss ein neues Mannschaftstransportfahrzeug angeschafft werden, um das jetzige 16 Jahre alte Fahrzeug zu ersetzen. Im Jahr darauf soll dann noch ein neues Löschfahrzeug folgen. Die Finanzierung erfolgt teilweise durch die Stadt und aus Landesmitteln, aber auch der Feuerwehrverein muss hier seinen Beitrag leisten. Erfreuliche Dinge wie die Teilnahme an der Sickenhöfer Kerb, dem traditionellen Spritzenhausfest – dieses Mal im Juli – und dem herbstlichen Schlachtfest bilden ein buntes Rahmenprogramm. Bürgermeister Achim Knoke bedauerte zuletzt, dass infolge eines Einbruchs ins Sickenhöfer Feuerwehrhaus die Stadt gezwungen war, in allen Feuerwehrgerätehäusern Einbruchmeldeanlagen zu installieren, um gegen solche Taten zukünftig gewappnet zu sein.

Quelle: op-online.de

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