Frühe Hilfe schützt vor Konflikten

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Das Team von Pro Familia drehte zum runden Geburtstag das Glücksrad (von links): Martina Neukirch, Corinna Perleberg, Heike Pinne, Ursula Hagedorn und Markus Swatosch.

Darmstadt-Dieburg ‐ Die Erziehungsberatungsstelle des Landkreises Darmstadt-Dieburg und Pro Familia teilen sich in Groß-Umstadt seit zehn Jahren gemeinsame Räume. Die räumliche Nähe war von Beginn an auch mit der Absicht einer inhaltlichen Zusammenarbeit versehen. Von Ursula Friedrich

Die Erziehungsberatungsstelle berät und unterstützt Eltern, Kinder und Jugendliche und beschäftigt sich mit familiären Konflikten und Erziehungsthemen. Pro Familia bietet Beratung für Schwangere und Schwangerschaftskonfliktberatung sowie Einzel- und Paarberatung zu den Themen Partnerschaft und Sexualität. Der größte Teil der Arbeit findet tatsächlich auch getrennt in den Beratungszimmern der jeweiligen Institution statt. Was verbindet also die beiden Einrichtungen miteinander? „In den letzten Jahren hat sich als gemeinsames Thema insbesondere die möglichst frühe Unterstützung von Familien mit kleinen Kindern herausgestellt“, sagt Albert Fink, Leiter der Erziehungsberatungsstelle. Denn da ist die Fachwelt sich einig: Je früher Familien unterstützt werden, umso besser lassen sich spätere Probleme und Fehlentwicklungen vermeiden.

„Wir wollten insbesondere den Menschen im Ostkreis neben unseren Einrichtungen in Darmstadt und Bensheim eine wohnortnahe Beratungsstelle bieten“, so Dagmar Zeiß, Leiterin des Bezirksverbands Pro Familia Darmstadt-Bensheim. Der zehnjährige Erfolg der jüngsten Einrichtung in Groß-Umstadt war ein Grund zum Feiern.

Pro Familia, täglich 9 bis 12 sowie 15 bis 18 Uhr, Tel.: 06078 910960.

Probleme mit pubertierenden Jugendlichen, gescheiterte Beziehungen, psychische Erkrankungen und mehr liegen vielen Beratungen zu Grunde. Trotz des wachsenden Aufgabenpensums und der daraus resultierenden Notwendigkeit von „Anlaufstellen“ gilt die Finanzierung des gemeinnützigen Verbands Pro Familia in haushaltspolitischen Debatten als „freiwillige soziale Leistung“. Angesichts knapper öffentlicher Kassen drohen diese Positionen am ehesten dem Rotstift zum Opfer zu fallen.

Die Erste Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück überbrachte nicht nur Geburtstagswünsche, sondern die Zusage, dass auch in diesem Jahr die Zuschüsse des Kreises fließen werden. 65 000 Euro aus öffentlichen Kassen sind ein wichtiger Finanzierungsbaustein, „damit können wir eineinhalb Stellen finanzieren“, sagte Dagmar Zeiß.

Quelle: op-online.de

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