SV Germania Babenhausen und SV Sickenhofen

Germania und SVS sehen Zukunft nur in gemeinsamem Verein

Babenhausen - Die Vorstände der beiden Traditionsclubs SV Germania Babenhausen und SV Sickenhofen haben in den vergangenen zwölf Monaten ein Konzept erarbeitet, das zur Gründung eines gemeinsamen Vereins führen soll.

Stetig sinkende Mitgliederzahlen, geringer werdende Bereitschaft, ein Ehrenamt zu übernehmen, Mangel an Spielern und Helfern – das macht aus Sicht der Befürworter eine Zusammenführung beider Vereine nötig. Ziel soll sein, die aktiven Teams zusammenzulegen, Trainingsmöglichkeiten zu verbessern und eine gezieltere Jugendarbeit auf die Beine zu stellen, um so mehr sportliche Erfolge zu haben, was vor allem für die Sponsoren von großer Bedeutung ist. „Die Zukunftschancen für junge Sportler, die aus der A-Jugend in den aktiven Bereich wechseln, sind im neuen Verein deutlich größer. Durch die Aufstellung von drei Mannschaften können die Spieler nach ihren Talenten gefördert werden“, schreibt Sabine Frank, Geschäftsführerin der Germania und Kassiererin des SV Sickenhofen, in einer Pressemitteilung.

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Das Ziel könne am besten durch Auflösung beider Vereine und Gründung eines neuen gemeinsamen Vereins erreicht werden. Sollten die Mitglieder einer Fusion zustimmen, würden die beiden Vereine nicht sofort geschlossen. Die Geschäfte liefen weite bis zur Neugründung. Sowohl mit dem hessischen Fußballverband als auch mit dem Tischtennisverband sei vereinbart, dass die Mannschaften vom neuen Verein übernommen werden können. In der Abteilung Fußball würden drei aktive Teams starten, aktuell Gruppenliga, B-Klasse und D-Klasse. Im Jugendbereich würden die Mannschaften zusammengelegt, um möglichst jede Altersstufe zu besetzen. Für die neuen Trikots seien bereits Gespräche mit Sponsoren geführt, die aktuellen Trainingstextilien wurden ohne Vereinsnamen bedruckt.

In den Satzungen von Germania und SVS ist festgelegt, dass das Vermögen bei Auflösung des Vereins der Stadt Babenhausen zufällt. Diese habe zugesichert, die Vereinsvermögen treuhänderisch zu verwalten, bis ein neuer Verein entstanden ist. Auch die Pachtverträge mit der Stadt würden auf den neuen Verein übertragen. Die Mitglieder entscheiden, wie der neue Verein heißt und wie das Wappen aussehen soll. Die Gründungsversammlung stimmt dann über die Vorschläge ab.

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Am 26. Januar findet die außerordentliche Mitgliederversammlung der Germania statt, beim SVS am 2. Februar. Bei positiven Voten zur Auflösung wird die Gründungsversammlung des „neuen“ Vereins einberufen. Die Geschäfte von SVS und Germania laufen bis zum 30. Juni weiter, die Runden werden unter „altem Namen“ zu Ende gespielt. Es wird für die verbleibende Zeit noch eine ordentliche Mitgliederversammlung in beiden Vereinen geben, in denen die Kasse offengelegt und geprüft wird sowie die Entlastung der Vorstände in den Mitgliederversammlungen beantragt werden kann. Im neuen Verein können auch Personen Gründungsmitglied werden, die vorher weder Germania noch SVS angehörten. „Jedes neue Mitglied ist willkommen“, so Frank.

st

Quelle: op-online.de

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