Renée Marie aus Babenhausen bei „The Voice Kids“

Genau wie im Fernsehen

+
Ein Star für Babenhausen: Die 13-jährige Renée Marie startet heute Abend bei der Talentshow „The Voice Kids“ und träumt von einer steilen Karriere. Renée Marie aus Babenhausen singt in der dritten Staffel von „The Voice Kids“ um den Sieg. Heute, 20.15 Uhr, heißt es Daumen drücken für die sympathische 13-Jährige.

Babenhausen - Hochglanz-Pop und die Hoffnung auf den ganz großen Auftritt: Renée Marie aus Babenhausen ist heute Abend mit dabei, wenn um 20.15 Uhr auf Sat. 1 kleine Talente die große Bühne rocken. Von Eva-Maria Lill 

Bei der Castingshow „The Voice Kids“ möchte sie zeigen, dass ein richtiger Star in ihr steckt. Ein letzter, ruhiger Atemzug, dann der Schritt auf die Bühne. Herzklopfen, nasse Hände, Konzentration, Stille. Die ersten Takte, der erste Ton. „Ich finde die Auftritte total aufregend. Ich meine, ich kenne das ja aus dem Fernsehen. Aber wenn ich da so stehe und plötzlich denke: Wow, das ist ja wirklich genau so, wie du’s dir vorgestellt hast. Einfach Wahnsinn“, erzählt Renée Marie begeistert.

Die 13-Jährige ist gebürtige Babenhäuserin, geht auf die Offene Schule und spielt Handball bei der SG Rot-Weiss. Eine echte Lokalmatadorin also. „The Voice Kids“ kennt sie seit der ersten Folge: „Ich habe schon häufiger drüber nachgedacht, dass es ziemlich cool wäre, da mitzumachen.“ Anfangs fehlte ein bisschen der Mut, die Angst vorm Scheitern war zu groß. Da musste schon ihre beste Freundin Ann-Karlin helfen, die sie so lange triezte, bis Renée Marie endlich nachgab.

Jessie J. als Vorbild

Rasch war ein Bewerbungs-Video aufgenommen, dass sie Ende Oktober an die Veranstalter schickte. Vor der Kamera interpretiert die Schülerin „Rolling in the Deep“ von Adele und „Clown“ von Emeli Sonde. Ihre größte Heldin ist aber Sängerin Jessie J. „Sie ist so selbstbewusst und muss nicht extra auffallen und eine Show machen. Nicht wie Miley Cyrus“, sagt Renée Marie.

Das Bewerbungsvideo kam gut an, anschließend musste sich das junge Talent bei zwei Castings in Berlin gegen die Konkurrenz durchsetzen. 80 Jugendliche zwischen acht und 14 Jahren haben es zum ersten Fernsehauftritt geschafft. Insgesamt drei Runden mit verschiedenen Regeln gilt es, zu überstehen, das Finale ist am 24. April. „Daran denke ich noch gar nicht“, verrät die Babenhäuserin.

Heute Abend steht sie mit dem Titel „Outside“ von Ellie Goulding bei den sogenannten „Blind Auditions“ auf der Bühne. Das Besondere an der Show: Beim ersten Auftritt sitzt die Jury mit dem Rücken zu den Talenten, hört nur die Stimme, kann sich nicht vom Aussehen oder der Präsenz beeinflussen lassen. Etwas, das Renée Marie sehr schätzt. Sie rechnet sich gute Chancen aus: „Meine Stimme ist außergewöhnlich. Viele sagen mir, dass man sie aus der Masse so richtig raushört.“

Staraufgebot in der Jury

Drei Jurymitglieder bewerten bei „The Voice Kids“ die Auftritte. In diesem Jahr sind das Lena Meyer-Landrut, Gewinnerin des Eurovision Song Contests 2010, Sänger Mark Forster und Revolverheld-Frontmann Johannes Strate. Gefällt ihnen die Stimme eines Kandidaten, drücken sie auf den Buzzer, ihr Stuhl dreht sich und das Talent ist weiter – genau wie beim Vorbild „The Voice of Germany“. Anschließend werden Gruppen gebildet: Jeder Coach nimmt 15 Talente mit in die nächste Runde. Ist mehr als ein Jurymitglied begeistert, darf sich der Kandidat entscheiden, zu wem er ins Team möchte. Renée Marie hat schon ihren klaren Favoriten: „Lena wäre mir am liebsten. Sie würde ich gern beeindrucken. Sie macht ähnliche Musik wie ich und ist genauso aufgedreht.“

Seit einem Jahr nimmt die Schülerin Gesangsunterricht und probt einmal in der Woche. Trotz des Lampenfiebers nimmt sie den großen Auftritt vor TV-Publikum ziemlich locker: „Wirklich vorbereitet habe ich mich nicht. Das klappt schon.“ Besonders freut sie sich auf die Live-Band: „Bisher habe ich nur allein oder mit Mama am Klavier gesungen. Mit der Band macht es total Spaß. Es ist lauter, schneller, richtig toll.“

The Voice of Germany in der Festhalle Frankfurt

The Voice of Germany in der Festhalle Frankfurt

Quelle: op-online.de

Kommentare