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Germania und SVS: Nächster Schritt gen Fusion 

Babenhausen - Für die Öffentlichkeit transparent präsentieren sich Germania Babenhausen und SV Sickenhofen bezüglich ihrer geplanten Fusion. Eins steht aber bereits jetzt fest: Die Germania darf weiterhin in der Gruppenliga kicken. Von Jens Dörr 

Der SV Germania Babenhausen und der SV Sickenhofen gehen auf dem Weg zur angestrebten Fusion im kommenden Jahr den nächsten Schritt: Am heutigen Dienstag (13.) klären die beiden –noch eigenständigen – Vereine in einer Informationsveranstaltung in der Babenhäuser Stadthalle über ihre Pläne und deren Auswirkungen auf. Beginn ist um 19 Uhr, Einlass bereits eine halbe Stunde vorher. Bei der Veranstaltung wird es noch zu keiner Abstimmung und damit Entscheidung durch die Mitglieder kommen, die dies in jeweiligen außerordentlichen Vereinsversammlungen tun sollen. Heute wollen beide Vereinsvorstände, die sich personell teils überlappen, Rede und Antwort stehen und Anregungen aus dem Auditorium aufnehmen.

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Den Abend moderieren wird Germania-Mitglied Helmut Klaus. Den Anfang am Rednerpult macht dann Babenhausens Bürgermeister Achim Knoke, der einen Überblick über die sportliche Situation in der Stadt sowie über die Nutzung und den möglichen Ausbau der örtlichen Sportstätten referieren wird. An seinen Vortrag schließt sich eine allgemeine Einführung in das Thema Vereinsarbeit unter Aspekten wie rückläufiger Mitgliederzahlen und Fusionen als Mittel der Gegensteuerung an. Diese Einführung übernimmt Hartmut Kind vom Büro SP Plus, der in Babenhausen bereits durch das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept (IKEK) während eines entsprechenden Forums zur Babenhäuser Sportentwicklung in Erscheinung getreten ist.

Während für die Reden von Knoke und Kind jeweils 15 Minuten veranschlagt werden, erhält anschließend Klaus 30 Minuten Zeit, die Vor- und Nachteile einer Fusion von Germania und SVS zu skizzieren. Danach stehen auf dem Podium neben den genannten Personen auch die Vereinsvorsitzenden Normann Pachl (SV Germania) und Willi Frank (SV Sickenhofen) bei der Diskussion für Fragen zur Verfügung. Die Informationsveranstaltung soll gegen 21 Uhr enden.

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Vorab teilt Christian Hockemeyer, ein sowohl für die Germania als auch den SVS ehrenamtlich tätiger „Fusionsplaner“, mit, dass ein wichtiger Punkt mit Blick auf das Vorhaben inzwischen mit dem Hessischen Fußball-Verband geklärt werden konnte: Aus dessen Spielordnung gehe hervor, dass die am höchsten spielende Mannschaft der Ursprungsvereine im Zuge einer Fusion in ihrer Liga verbleiben dürfe. Das betrifft aktuell die erste Mannschaft der Germania, die in der Gruppenliga spielt und derzeit sogar ein wenig vom Aufstieg in die sechstklassige Verbandsliga – also ziemlich ordentlichen Amateur-Fußball – träumen darf. Bei den Junioren werde der jeweilige Klassenleiter entscheiden, wo künftige gemeinsame Germania-SVS-Teams auflaufen dürfen.

Stichwort Jugend: Ein Erfolgsmodell waren in den vergangenen Jahren stets die „Herbstturniere“ der Germania, zu denen am Ostheimer Hang in den Herbstferien unter freiem Himmel Junioren diverser Altersklassen in Turnieren ihre Sieger kürten. In diesem Jahr finden die Turniere am 24. und 25. Oktober statt – erstmals allerdings an anderem Ort: Die Konkurrenzen der G-, F-, E- und D-Jugendlichen gehen nun auf dem Gelände der Sickenhöfer über die Bühne. Dort spielen inzwischen auch alle Aktiventeams von Germania und SVS. Erstmals tritt auch nicht die Germania als alleiniger Gastgeber der „Herbstturniere“ auf, sondern lädt offiziell gemeinsam mit dem SV Sickenhofen ein.

Quelle: op-online.de

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