Polizei vermutet Diebstahl auf Freigelände

Hahn tot, Hühner verschwunden: Schock sitzt tief

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Michael Metz vor seinem leeren Freigelände. Von seinen Hühnern fehlt jede Spur.

Sickenhofen - Michael Metz kann es nicht fassen: „Wer macht denn so was?“, fragt er und blickt auf seinen nunmehr leeren Stall: Alle 30 Hühner sind weg. Der Gärtnermeister im Vorruhestand vermutet, dass die Tiere gestohlen wurden. Von Stefan Scharkopf 

Sein Hahn ist tot – Metz fand ihn mit abgerissenem Kopf auf dem Gelände. Der Sickenhöfer rief die Polizei, als er die grausame Entdeckung auf seinem Gartengrundstück in der Feldgemarkung in der Nähe des jüdischen Friedhofs machte. Dort waren die Hühner auf dem dicht bewachsenen Grundstück in einem Hühnerstall mit Freigelände untergebracht. Das spurlose Verschwinden der Tiere und der tote Hahn geben der Polizei in Dieburg indes derzeit Rätsel auf. Die Tatzeit muss am Mittwoch zwischen 11 und 19 Uhr gelegen haben. Die Ermittler können einen Diebstahl nicht ausschließen und suchen Zeugen, die in diesem Zusammenhang verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben. Diese werden gebeten, sich unter Tel.: 06071/96560 bei der Polizeistation Dieburg zu melden.

„Jeden Tag schaue ich drei Mal nach den Tieren“, sagt Metz. Bei seinem letzten Rundgang sah er die Bescherung: „Normalerweise sitzen die Hühner um diese Uhrzeit im Stall, der war aber leer. Ich habe mich im Freigehege umgeschaut, aber auch da waren sie nicht.“ Nur den toten Hahn hatte er entdeckt. Dass ein Fuchs die Tiere geholt haben könnte, glaubt Metz nicht. „Das waren ja zu viele und außerdem hätte man da so etwas wie Kampfspuren und jede Menge Federn sehen müssen. Da war aber nichts.“

Seit zwei Jahren hält der Gärtnermeister in der Nähe des jüdischen Friedhofs seine Tiere – unter anderen der Rassen Marans, Sussex weiß und schwarz. Mit deren Eiern verdient sich der Sickenhöfer ein kleines Zubrot. Er hatte extra für sein Hobby die kleine Wiese gepachtet, die von außen kaum zu sehen ist, das Gestrüpp entfernt und das Areal für das Geflügel hergerichtet. Probleme gab es immer wieder mal mit Raubvögeln. Nachdem Metz ein Netz gespannt hatte, war damit Ruhe. Hier und da holte sich auch ein Fuchs ein Huhn. Beim neuen Fall ist sich Metz sicher: „Das kann kein Tier gewesen sein, das war ein Mensch.“

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Der monetäre Verlust ist für Metz nicht das Schlimmste. „Es ist der ideelle Wert, den die Hühner für mich hatten.“ Der Schock sitzt tief bei dem Sickenhöfer: „Ich glaube nicht, dass ich wieder Hühner halten werde, im moment sieht es so aus, dass ich damit aufhöre.“

Quelle: op-online.de

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