Handballtag: Viertklässler der Kik-Schule lernen Spielvariante mit weichen Bällen

Knautschiges für den Pausensport

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Babenhausen - Wenn Bälle über den Pausenhof fliegen, sind meist kräftige Fußtritte im Spiel. Nur die wenigsten Schüler dürften es sein, die sich zu einem Handball-Match zwischen den Unterrichtsstunden verabreden. Das sähe die SG Rot-Weiß Babenhausen gerne anders. Von Katrin Muhl 

In Kooperation mit der Offenen Schule richtete sie deshalb den „Handballtag“ aus – ein Angebot, das den Viertklässlern der Schule im Kirchgarten drei abwechslungsreiche Sportstunden bescherte, in denen Balltechnik, Spielgestaltung und Regelkunde auf dem Plan standen. Anleitung gaben SG-Jugendwart Mitch Maloul und OSB-Sportlehrer Jan Willand, der auch als Trainer im Verein aktiv ist. „Wir wollen Handball als Alternative zu Fußball bekannter machen und Spaß an der Bewegung vermitteln“, formulierte Willand das gesteckte Ziel. Nebenbei hatten die Schüler, von denen viele nach den großen Ferien auf die OSB wechseln, Gelegenheit, in ihr baldiges Lernumfeld hineinzuschnuppern. In den Jahrgangsstufen fünf und sechs sind nämlich zwei Wochenstunden für ein Wahlpflichtfach reserviert, das sich die Schüler aus einem Angebot an künstlerischen, musischen, technischen und sportlichen Aktivitäten aussuchen können. Handball gehört auch dazu und Willand hofft natürlich, mit dem Aktionstag möglichst viele angehende OSBler für die Sportart begeistert zu haben. Guter Dinge darf er sein, denn: „Die Kinder hatten großen Spaß und haben toll mitgemacht“, so sein Eindruck.

Vielleicht entwickelt sich ja der ein oder andere Spieler, der beim „Handballtag“ noch etwas planlos durch die Halle rannte, bald zum neuen Rekruten für die OSB-Schulmannschaft. Die gibt es in den Jahgangsstufen fünf/sechs, sieben/acht und neun/zehn jeweils in doppelter Ausführung: einmal für Jungs, einmal für Mädchen. Höhepunkt der OSB-Handballer ist das jährlich stattfindende Turnier „Jugend trainiert für Olympia“, bei dem, so weit Willand gegenüber unserer Zeitung Auskunft geben konnte, keine Schule mehr Mannschaften stellt als die OSB, die mit allen sechs Teams auf dem Feld steht. Letztes Jahr sprangen dabei gleich zwei Kreismeistertitel für die Schule raus.

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Neun OSB-Handballer standen Willand und Maloul zur Seite, zeigten den Kids die Grundlagen des Hallensports und dass man diesen durchaus im Freien – etwa auf dem Pausenhof – spielen kann. „Street-Handball“ („Straßen-Handball“), nennt sich diese Variante, die keine festgelegte Form vorsieht, sondern an gegebene Bedingungen – kein Netz, kein Tor und ungerade Spieleranzahl etwa – angepasst werden kann, wie Willand erklärte.

Damit das Gelernte nicht gleich in Vergessenheit gerät, spendierte der Verein zur Förderung des Handballsports der Kik-Schule neun „Street-Handball-Bälle“ fürs Pausenspiel. Die sind weicher als herkömmliche, lassen sich mit den Fingern knautschen. „Nicht schlimm, wenn die einer gegen den Schädel kriegt“, meinte Willand. Genau richtig für die Rasselbande, die zum Abschluss noch für ein Gruppenfoto posierte, dann mit Gebrüll in der Kabine verschwand.

Quelle: op-online.de

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