Heimwerkerabend speziell für Frauen

„Toll, was machen die denn da?“

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Unter Aufsicht von Arno Heppenstiel bohrt Gisela Rönsch ein Loch in Plattenbaustoff. Es ist der zweite Handwerkerabend, zu dem das Frauenforum und das Bauzentrum „Andre und Oestreicher“ eingeladen haben.

Babenhausen - Bohren, Sägen, Schrauben – das lernten zwölf Teilnehmerinnen bei einem Heimwerkerabend, den das Babenhäuser Familien- und Frauenforum in Zusammenarbeit mit dem Bauzentrum „Andre und Oestreicher“ veranstaltet hat. Von Katrin Muhl

Gisela Rönsch setzt den Bohrer an. Der macht ein surrendes Geräusch und lässt ein Loch im Plattenbaustoff zurück. Das war gut. Rönsch macht das nicht zum ersten Mal – die meisten anderen Teilnehmerinnen am Heimwerkerabend mit Schwerpunkt „Bohren, Sägen, Schrauben“ schon. Deshalb haben sie sich für die Veranstaltung angemeldet, die das Familien- und Frauenforum speziell für die weibliche Klientel angeboten hat.

Rönsch dagegen will ihre Kenntnisse auffrischen, die sie sich beim Handwerken im norwegischen Ferienhaus angeeignet hat. Außerdem hofft sie auf findige Profi-Tipps, von denen sie selbst einen parat hat: „Eine festsitzende Schraube mit abgenutztem Kopf löst man ganz einfach mit einem Gummiband – vom Einmachglas zum Beispiel. Man legt das Gummiband über die Schraube. Dadurch wird die Haftung verbessert, sodass der Schraubendreher mehr Griff hat.“

Über diesen Tipp staunt auch Experte Arno Heppenstiel, der mit so viel Vorwissen gar nicht gerechnet hat. Standen doch Grundlagen auf dem Programm wie „Welche unterschiedlichen Bohrer und Schrauben gibt es? Wie bohre ich ein Loch? Welcher Dübel passt? Und wie bediene ich eine Stichsäge?“ Eine Teilnehmerin wollte vor allem wissen und nachvollziehen können, „was die Handwerker bei mir zuhause machen.“

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Es war der zweite Teil der Handwerkerabende, die das Familien- und Frauenforum in Zusammenarbeit mit dem Bauzentrum organisiert hatte. Beim ersten Treffen tunkten die Teilnehmerinnen Pinsel in Farbeimer, lernten richtiges Kleistern, Abkleben und erfuhren welche Farbe sich für welchen Untergrund eignet. Anette Roth äußerte sich begeistert über die Wissbegier der Teilnehmerinnen und die Zusammenarbeit mit Timo Kraus, Geschäftsführer von „Andre und Oestreicher“. Weil nach „Streichen und Tapezieren“ noch Fragen offen blieben, bot Kraus eine extra Nachhilfestunde an. Wer Interesse hatte, durfte eine Stunde vor Beginn von „Bohren, Sägen, Schrauben“ ins Bauzentrum kommen und letzte Kniffe für die Arbeit mit Farbe und Kleister mitnehmen. Obendrein versorgte die Firma ihre werkelnden Gäste mit allerlei süßen Teilchen vom Bäcker, Sekt und Erfrischungsgetränken.

„Ist ja toll, was machen die denn da?“ und „Sowas sollte es auch für Männer geben“, sagten Kunden, die ihre Einkäufe für einen Moment sein ließen und mit neugierigem Blick verfolgten, was sich an verschiedenen Stellen im Markt zutrug: Ist ja nicht alle Tage so, dass zwischen den Regalen Menschen bohren, schrauben, sägen. Geschweige denn malen und tapezieren – selbst in einem Bauzentrum nicht.

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Quelle: op-online.de

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