Referate-Wettbewerb in Schule im Kirchgarten

Heiße Luft beim Wettbewerb

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Sude Gökce und Johanna Weitzel demonstrieren mit Plastiktüte und Toaster, wie ein Heißluftballon funktioniert. Die beiden Mädchen aus der Klasse 3c der Schule im Kirchgarten haben sich mit ihrem Vortrag als Referentinnen für die Veranstaltung „Herausforderung für Hochmotivierte – Schülerinnen und Schüler präsentieren ausgewählte Arbeiten“ am 22. Juni qualifiziert.

Babenhausen - Schüler der Klassen drei und vier traten gestern im Referate-Wettbewerb gegeneinander an. Eine Jury bewertete die Vorträge und kürte den jeweiligen Jahrgangssieger. Von Katrin Muhl 

Dieser darf am 22. Juni in der Offenen Schule bei der der Veranstaltung „Herausforderung fürv Hochmotivierte – Schülerinnen und Schüler präsentieren ausgewählte Arbeiten“ vor großem Publikum sprechen.

Warum fliegt ein Heißluftballon? Mit dieser Frage beschäftigten sich Sude Gökce und Johanna Weitzel. Die beiden Mädchen aus der Klasse 3c in der Schule im Kirchgarten hatten sich im Referate-Wettbewerb für den Schulentscheid qualifiziert. Vor ihren Zuhörern, der Klasse 2b und der Jury, bestehend aus Konrektorin Gudrun Müller, Lehrerin Susanne Weinrich und Elternvertreterin Mariel Guinet, ließen Sude und Johanna einen Gelben Sack über einem Toaster steigen. Die Zuhörerschaft aus der Klasse 2 b quittierte die Vorführung mit lauter „Ahs“ und „Ohs“.

Was magisch aussieht, hat einen physikalischen Grund: Wie der Gasbrenner beim Ballon, so erhitzt auch das Küchengerät die Luft. „Weil warme Luft leichter ist als kalte, steigt sie nach oben und der Ballon fliegt“, erklärte Sude. „Aber“, warf sie ein, „eigentlich heißt es richtig: Der Ballon fährt. Denn der Ausdruck hat seinen Ursprung in der Seefahrersprache.“ Die 2b spendete begeistert Applaus. „Tut mir bitte den Gefallen, macht das Experiment nicht alleine nach“, mahnte Gudrun Müller, die später mit Susanne Weinrich und Mariel Guinet das Heißluftballon-Referat von Sude und Johanna als bestes der drei dritten Klassen befand. Sieger in der Jahrgangsstufe vier ist Noah Boger, der über die Bundeswehr sprach. Die drei Nominierten dürfen ihre Referate noch einmal vor großem Publikum bei der Veranstaltung „Herausforderung für Hochmotivierte – Schülerinnen und Schüler präsentieren ausgewählte Arbeiten“ am 22. Juni im Foyer der Offenen Schule vortragen.

Andere Präsentationen behandelten am Mittwoch die Themen „Sonnencreme“, „Kroatien“ oder „Pinguine“. „Überhaupt waren dieses Jahr sehr originelle Vorschläge dabei“, sagte Susanne Weinrich. Oft sprächen die Kinder über ihre Hobbys, etwa Reiten und Fußballspielen oder über Tiere. „Hasen, Hunde und Katzen sind ganz beliebt, aber Pinguine hatten wir noch nicht“, pflichtete Mariel Guinet bei. „Ganz toll“ fand Susanne Weinrich die Idee von Leyla Durcia und Zoe Michael, die gemeinsam Leylas Herkunftsland Kroatien vorstellten.

Ausgefallen war auch der Vortrag von Tabea Hartmann, die ihren Zuhörern den schmerzhaften Sonnenbrand, den sie mal hatte, ersparen wollte und erklärte, welche Cremes am besten schützen und wie diese wirken.

Für die Jury mindestens genauso wichtig wie die Themenwahl sind folgende Kriterien, die Gudrun Müller aufzählt: „Sprache und Artikulation. Wir achten darauf, ob die Kinder ablesen oder frei sprechen. Außerdem schauen wir uns Materialien wie Plakate und dergleichen an. Sie müssen gut erkennbar und für den Vortrag passend eingesetzt sein. Insgesamt ist es wichtig, dass die Kinder von ihrem Thema begeistert sind und dieses altersgerecht an ihre jüngeren oder gleichaltrigen Zuhörer vermitteln können.“

Um den Anforderungen gerecht zu werden, haben sich die Schüler schon drei Wochen vor den Osterferien mit der Aufgabe vertraut gemacht. Hilfestellung, etwa bei der Erstellung einer Gliederung oder bei der Auswahl von Literatur und Anschauungsmaterialien, bekommen die Kinder von ihren Lehrern im Sachunterricht. Ein Großteil des Projekts wird aber zuhause erarbeitet. Hier dürfen die Eltern helfen, doch die Hauptarbeit sollen die Schüler leisten. „Wir merken, was ein Kind gemacht hat, und was von Erwachsenen kommt“, sagte Susanne Weinrich. Umso beeindruckter ist sie jedes Jahr aufs Neue, wenn sie sieht, was ihre Schüler alles schon alleine bewerkstelligen können. „Das ist ganz großartig“, sagt sie stolz.

Quelle: op-online.de

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