Idee des Jugendforums

Holzschilder mahnen: Fuß vom Gas

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Zwei Holzfiguren weisen daraufhin, dass Autofahrer sich an der Grundschule im Kirchgarten langsam bewegen sollten; auch an anderen Standorten in der Kernstadt sind die Schilder zu finden.

Babenhausen - Wo sich Kinder am Straßenrand tummeln, kann es schon mal zu gefährlichen Situationen kommen. Spezielle Schilder sollen Autofahrer auf Gefahrenbereiche aufmerksam machen. Von Stefan Scharkopf 

Eine Kultur des Hinsehens will der Präventionsrat in Babenhausen fördern. Und das im wahren Sinne des Wortes. Hinsehen dort, wo es zu Gefahren kommen oder etwas besser laufen kann. Jugendliche und Alkohol, Verkehrskontrollen mit Kindern, Erhöhung des Sicherheitsgefühls für alle Bürger: alles Themen, die sich der Präventionsrat auf die Fahnen geschrieben hat. 2010 gegründet, versteht sich das Gremium als Netzwerk von Behörden (Stadt, Polizei, Feuerwehr), Schulen, Kindergärten, Vereinen und dem Interessenkreis Behinderter Menschen. Ehrenamtlicher Geschäftsführer ist Heiko Duda, der auch das städtische Ordnungsamt leitet.

Im Jahre 2009 hatte das Jugendforum das Projekt „Achtung Schüler!“ ins Leben gerufen. Dabei geht es darum, mit Holzfiguren an neuralgischen Stellen Autofahrer zu erinnern, dass sie sich Schülern nähern und vom Gas gehen sollen. Das Projekt läuft in Kooperation mit der Offenen Schule, Stufenleiterin Barbara Meuer ist hier eingebunden. Auch die Leiterin der Schule im Kirchgarten, Silke Schulz-Mandl, hatte sich eingeklinkt.

Nach einer etwas längeren Planungsphase wurden – oder werden noch – die je zwei bis drei Holzfiguren an drei Standorten in Babenhausen aufgestellt: In der Martin-Luther-Straße am Haupteingang der Grundschule, an der Joachim-Schumann-Schule und an der Bürgermeister-Rühl-Straße 7 (Anwesen Aumann) gegenüber der Kinder- und Jugendförderung – Bushaltestelle der Grundschule. Die Rühl- und die Luther-Straße sind zwar verkehrsberuhigt, doch beileibe nicht jeder hält sich daran. Vertreter von OSB, Grundschule, Jugendforum, Polizei, Präventionsrat, Ortsbeirat sowie Stadtjugendpfleger Michael Spiehl und zwei Mitglieder des Jugendforums trafen sich nun vor dem Haupteingang der Grundschule zur Montage der Figuren und um den Projektabschluss der Aktion „Achtung Schüler!“ zu begehen.

Entwürfe zeichnen, Schablonen entwerfen, das Ganze auf Holz übertragen, aussägen und mit witterungsbeständiger Farbe lackieren: Jede Schule hat ihre eigenen Figuren hergestellt. Den Grundschülern griff dabei der Hausmeister unter die Arme, denn die neun- bis zehnjährigen Kinder sind natürlich nicht so flott an der Säge wie ältere OSB-Schüler. Das Ordnungsamt musste prüfen, wo die Warnschilder aufgestellt werden können. Dazu gab es Gespräche mit der Polizei. Einen Mindestabstand zur Fahrbahn galt es zu beachten, die Figuren dürfen nicht vom eigentlichen Geschehen auf der Straße ablenken. „Wir haben zwar gesagt, dass das Projekt beendet ist, es kann aber gerne weiterlaufen. Es gibt auch Stellen in den Stadtteilen, an denen die Schilder sinnvoll wären“, sagte Heiko Duda.

Quelle: op-online.de

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