„Investition in die Bürger“

Neubau der evangelischen Kita

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Millionenschweres Dokument: Justizstaatssekretär Thomas Metz (Vierter von rechts) überreichte Bürgermeister Achim Knoke die Förderzusage für den Kita-Neubau. Gekommen zum Ortstermin war auch der hiesige CDU-Landtagsabgeordnete Manfred Pentz (Dritter von links).

Babenhausen - Der evangelische Kindergarten wird zur Tagesstätte, und die Gruppen werden auf vier erweitert. Für den Neubau gibt es Geld vom Land Hessen. Von Stefan Scharkopf 

Der Zahn der Zeit hat sichtbar genagt im Inneren des Hauses an der Martin-Luther-Straße. Jahre und Jahrzehnte hat es den evangelischen Kindergarten beherbergt. Anfang des Jahres zog die bestehende Gruppe in die temporäre Unterkunft im Sophie-Kehl-Heim um. Zum 1. März wurde dort eine zweite Gruppe eröffnet. So stand der Gast aus Wiesbaden gestern in den alten, verwaisten Räumlichkeiten.

Für die Wiederbelebung des Areals, wenn auch an etwas anderer Stelle wird gesorgt. Die Stadt Babenhausen investiert, wie mehrfach berichtet, 2,4 Millionen Euro in den Neubau einer – dann viergruppigen – Kita. Auch mit Hilfe des Landes Hessen.

„Das ist eine Investition in die Bürger“, sagte Justizstaatssekretär Thomas Metz (CDU), „es ist ein nachhaltiger Beitrag, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in unseren Kommunen zu erleichtern.“ Metz überbrachte Bürgermeister Joachim Knoke die Förderzusage des Landes innerhalb des Hessischen Kommunalinvestitionsprogramms.

Von den beantragten Fördermitteln in Höhe von 1.023.982 für den Kita-Neubau trägt das Land 80 Prozent der Kosten, also 819.185 Euro. Die Stadt beteiligt sich mit einem Eigenanteil von 20 Prozent (204.796).

Knoke ergänzte hierzu: „Mit dem Kommunalinvestitionsprogramm des Landes kann die Stadt nun den Neubau in Angriff nehmen. Diese Investition wird besonders Familien den Alltag erleichtern, in denen beide Elternteile berufstätig sind. Der Bundesgesetzgeber hat den Kommunen durch das Kinderbetreuungsgesetz kostenintensive Aufgaben übertragen. Die Landesregierung unterstützt Babenhausen im Umsetzen dieser Aufgaben maßgeblich.“

Das Kommunalinvestitionsprogramm vereint Zahlungen des Landes, des Bundes und einen eigenen Anteil der Kommunen. Die Städte und Gemeinden können entscheiden, was sie benötigen und durch das Programm finanzieren wollen. Möglich etwa sind Investitionen in den Bau bezahlbarer Wohnungen, beispielsweise für Studenten, kinderreiche Familien und Flüchtlinge. Unterstützt werden auch der Ausbau der Ganztagsbetreuung an Schulen, die weitere Modernisierung von Krankenhäusern, die Sanierung von Straßen- und Gehwegen und der Bau von Radwegen sowie Investitionen in schnelleres Internet oder die Elektromobilität. Das vom Land Hessen aufgelegte Programm ist eine Milliarde Euro schwer. Aus diesem Topf fließt Geld in die Kommunen – so eben auch nach Babenhausen.

Ein Teil des Geländes, auf dem die Kita entstehen soll, gehört dem Landkreis. Die Babenhäuser Stadtverordnetenversammlung hat einem Grundstückstausch bereits zugestimmt. Aus Sicht des Kreises ist der Tausch aber noch nicht vollzogen, wie es auf Anfrage unserer Zeitung dazu heißt. Für die kommende Woche ist ein weiterer Termin anberaumt. Sollten offene Punkte da geklärt werden können, wird es dann eine Vorlage und einen entsprechenden Beschluss der Kreis-Gremien geben. Entschieden ist das bislang jedenfalls noch nicht.

Quelle: op-online.de

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