Horst Stader ist Hessens ältester Ju-Jutsu Sportler

Mit 85 Jahren fit und aktiv beim TVB

Babenhausen - Drahtig und mit jugendlichem Elan springt und wirbelt Horst Stader über die Turnmatten, die im Sportraum 2 der TVB-Halle ausgelegt sind. Stader ist 85 Jahre alt – und Hessens ältester aktiver Ju-Jutsu Sportler. Von Walter Kutscher 

Der Präsident des Hessischen Ju-Jutsu Verbandes, Thomas Meyer (rechts), überreicht die Urkunde mit der bronzenen Ehrennadel an Horst Stader vom TV Babenhausen.

Es ist Trainingsabend der Ju-Jutsu-Abteilung des TV Babenhausen und ein besonderer Tag. Unter den rund 20 in weiß und blau gekleideten Sportlern ist auch Thomas Meyer aus Sprendlingen, der Präsident des Hessischen Ju-Jutsu Verbandes. Vor Beginn des Trainings ruft er alle auf die Matten und freut sich, in diesem Rahmen die bronzene Ehrennadel des Hessischen Ju-Jutsu-Verbandes an Horst Stader überreichen zu können. „Dank und Anerkennung für das langjährige Engagement im hessischen Ju-Jutsu Sport“ steht auf der Urkunde und sichtlich erfreut nimmt der Geehrte die Auszeichnung entgegen. Erst mit 69 Jahren hat der aus Münster stammende Senior begonnen, diese Sportart auszuüben. Nach nun 16 aktiven Jahren beim TV Babenhausen ist er inzwischen Träger des „grünen Gürtels“, einer Auszeichnung, die durch Bestehen verschiedener Prüfungen erreicht wird und einen fortgeschrittenen Schulungsgrad repräsentiert.

Ju-Jutsu ist eine Sportart, die vor rund 45 Jahren entwickelt wurde. Bestandteile aus Karate, Judo und Jiu-Jitsu sind in dieses Selbstverteidigungssystem eingeflossen. Die Regeln des deutschen Ju-Jutsu Verbandes geben vor, so erzählt Thomas Meyer, dass es sich bei Ausübung dieser Sportart um eine moderne, offene Art der Selbstverteidigung für das tägliche Leben handelt, aber auch Bestandteile der klassischen Kampfkunst berücksichtigt sind.

Daneben beinhaltet das moderne Ju-Jutsu noch weitere Aspekte, so werden beispielsweise gleichermaßen Beweglichkeit, Ausdauer und Kraft gefördert. Für den aktiven Sportler besteht die Möglichkeit, die allgemeine körperliche Fitness im Breitensport zu trainieren oder das „Fighting“ für einen Wettkampf zu üben und zu beherrschen. Die Sportart soll als Selbstverteidigung, Körpererfahrung und Körperbeherrschung betrachtet werden.

Björn Pippert ist der erste Trainer in der Abteilung und berichtet, dass die Mitgliederzahl der Gruppe bei ungefähr 30 Personen liegt, wobei das jüngste aktive Mitglied gerade mal 14 Jahre alt ist. Mit seinen 85 Jahren ist Stader natürlich der Älteste. Allerdings sind nur wenige Frauen und junge Mädels aktiv, über weitere Interessierte freut sich der TVB.

Kontakte mit benachbarten Vereinen bestehen mit Erbach sowie Höchst im Odenwald und Seligenstadt, so Pippert weiter. Beobachtet man die Aktiven bei den Übungen im Trainingsraum etwas genauer, so ist die Freude und der Spaß, den die Sportler hier haben, deutlich zu sehen.

Quelle: op-online.de

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