Jahreskonzert des Blasorchesters Babenhausen

Von Helden und Sagengeschichten

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Sagenhafte Stücke waren das Thema des weihnachtlichen Konzertes des Blasorchesters Babenhausen in der Stadthalle.

Babenhausen - Rauschende Wogen, die Atlantis verschluckt, oder das Schlagen der Flügel des menschenverschlingenden Ungeheuers Piasa setzte das Blasorchester Babenhausen in der Stadthalle gekonnt in Szene. Von Ulrike Bernauer 

Nicht nur die Legende besagt, dass am Samstag ein Konzert des Blasorchesters Babenhausen in der Stadthalle stattfindet. Viele Zuhörer konnten es bezeugen. So manches Märchen, das von den beiden Musikgruppen, dem Jugendorchester unter der Leitung von Dominik Thoma und dem Großen Orchester unter der Leitung von Uwe Wittenberger, an diesem Abend vertont auf die Bühne gebracht wurde, konnte diese Zeugenschaft nicht für sich in Anspruch nehmen. Informativ und witzig führte Jens Kutscher durch den Abend und gab die Erläuterungen zu den einzelnen Stücken, die größtenteils auf Sagen und Märchen beruhten. Dabei waren nicht nur die altbekannten, wie Rapunzel, mit dem das Jugendorchester aufwartete, sondern auch moderne Geschichten, wie die Vertonung des „Guardians of the Galaxy“, wo der Held, Sohn einer irdischen Mutter und eines außerirdischen Vaters, seine Heldentaten eines Herkules würdig, zu bestehen hatte.

Das Jugendorchester setzte die Musik so geschickt um, dass Kenner der Geschichten sich genau ausmalen konnten, in welchem Teil des Märchens man sich gerade befand. Die jungen Musiker bewiesen nicht nur, dass sie ihre Instrumente und die Töne beherrschten, auch den Einsatz von verschiedenen Tempi und das Spiel zwischen Laut und Leise hatten sie schon perfekt drauf. Folgerichtig durften auch die Jungen nicht ohne eine Zugabe, ein Potpourri aus modernen Stücken, von der Bühne. Werner Kunkel, zuständig im Verein für die Jugendarbeit, freute sich auch, dass an diesem Abend manche der Jugendlichen ihre Premiere hatten. Einige wechselten vom Schüler- ins Jugendorchester.

Eindrucksvoll war dann der Anblick des Großen Orchesters, das mit 50 Musikern auf der Bühne Platz nahm. Mit „Flight of the Piasa“ starteten die erwachsenen Musiker ihr Programm. „Märchen erzählen sich die Menschen seit undenklichen Zeiten“, so Kutscher, die manchmal auch alptraumhaft sein könnten. Die Geschichten seien in der Regel zwar unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Möglich war auf jeden Fall eine perfekte Umsetzung des Stückes von Robert Sheldon durch die Musiker.

So wirkt Musik auf unseren Körper

Eine uralte Sagengeschichte setzte das Orchester so um, dass die Zuhörer förmlich die Wogen, die das sagenhafte Atlantis verschlungen hatten, rauschen hörten. Hier hatte der zeitgenössische Komponist Alexander Reuber die Noten aufs Papier gesetzt. In der zweiten Hälfte blieb es nicht weniger sagenhaft, allerdings näherte sich das Orchester mit seinen Titeln der aktuellen Jahreszeit. Die „Jingle Bells“ durften erklingen und mit „All you want for christmas“ beendete das Orchester sein offizielles Programm. Auch hier erklatschte sich das begeisterte Publikum eine Zugabe.

Quelle: op-online.de

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